Neue Anklageschrift im Fall Atlas Çağlayan: Haftstrafe für den Vater des Tatverdächtigen gefordert

Nachdem behauptet wurde, dass das Messer, das bei der tödlichen Messerstecherei um Atlas Çağlayan in Istanbul verwendet wurde, dem Vater des Angeklagten gehörte, wurde eine Haftstrafe gegen den Vater beantragt.

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Im Rahmen der Ermittlungen zu der Auseinandersetzung in Istanbul-Güngören, bei der der 17-jährige Atlas Çağlayan ums Leben kam, gab es eine bemerkenswerte Entwicklung. Die Staatsanwaltschaft wurde aktiv, nachdem behauptet wurde, dass das bei dem Vorfall verwendete, einem Springmesser ähnliche Messer dem Vater des Tatverdächtigen E.Ç., Yusuf Ç., gehöre.

In der erstellten Anklageschrift wurden im Rahmen der nach dem Vorfall vom 14. Januar eingeleiteten Untersuchungen Zeugenaussagen berücksichtigt. Während Zeugen angaben, dass das bei der Auseinandersetzung verwendete Messer Yusuf Ç. gehöre, wies Yusuf Ç. die Vorwürfe gegen ihn zurück. In seiner Aussage erklärte Yusuf Ç., dass er sich am Tag des Vorfalls im Gefängnis befunden habe, beharrte darauf, dass das Messer nicht ihm gehöre, und teilte mit, dass er die Behauptungen der Zeugen nicht akzeptiere.

Andererseits hielt die Staatsanwaltschaft fest, dass Yusuf Ç. zum Zeitpunkt der Tat im Gefängnis war und derzeit in einer anderen Haftanstalt inhaftiert ist. Dem kriminaltechnischen Bericht in der Akte zufolge wurde festgestellt, dass es sich bei dem bei dem Vorfall verwendeten Gegenstand um ein verbotenes Springmesser gemäß dem Gesetz Nr. 6136 über Schusswaffen, Messer und andere Gegenstände handelt.

Laut der von der Generalstaatsanwaltschaft Bakırköy fertiggestellten Anklageschrift wird gegen Yusuf Ç. wegen „Verstoßes gegen das Gesetz Nr. 6136“ eine Haftstrafe von 6 Monaten bis zu 1 Jahr gefordert. Die erstellte Akte wurde vom 36. Strafgericht erster Instanz in Bakırköy angenommen und das Gerichtsverfahren eingeleitet.