Neue Details im Ermittlungsverfahren gegen Cem Küçük: Akte enthält auch Vorwürfe wegen Prostitution und Geldwäsche

Im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Ermittlungen wurden Haftbefehle gegen drei Personen erlassen; ein MASAK-Bericht weist auf verdächtige Geldströme hin.

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Im Ermittlungsverfahren gegen Cem Küçük, das von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführt wird, gibt es neue Entwicklungen. Im Zuge der Ermittlungen wurden Haftbefehle gegen den Beyaz-TV-Mitarbeiter İsmail Çanak, den Geschäftsmann Serdar Özyurt und die Journalistin Ahsen Melek Kocatürk erlassen.

2 PERSONEN LIESSEN IHRE TELEFONE ZU HAUSE UND SIND UNTERGETAUCHT

Den Informationen in der Akte zufolge wurde bekannt, dass Çanak und Özyurt ihre Telefone zu Hause ließen und untergetaucht sind. Kocatürk soll sich im Ausland aufhalten. Die Information, dass Beyaz TV ein Sender ist, der sich im Besitz des AKP-Abgeordneten für Ankara, Osman Gökçek, befindet, ist ebenfalls in der Akte enthalten.

Es wurde mitgeteilt, dass im Rahmen der Ermittlungen auch Cem Duman, der bereits in einem anderen Verfahren inhaftiert ist, als Beschuldigter vernommen werden soll. Während in der ersten Phase gegen Cem Küçük Vorwürfe wegen „öffentlicher Verbreitung irreführender Informationen“ und „Erpressung“ erhoben wurden, wurde vermerkt, dass die Akte nun auch um die Vorwürfe der „Geldwäsche aus Straftaten“ und „Prostitution“ erweitert wurde.

Im selben Ermittlungsverfahren war zuvor bereits der Beyaz-TV-Programmgestalter Tahir Sarıkaya wegen des Vorwurfs der „Erpressung“ festgenommen worden. Es wird behauptet, dass zwischen Sarıkaya und Küçük Geldströme mit ungeklärter Herkunft festgestellt wurden.

VERDÄCHTIGE GELDSTRÖME IM MASAK-BERICHT

Im MASAK-Bericht, der zu Cem Küçük erstellt wurde, wurden die Kontobewegungen zwischen den Jahren 2019 und 2026 untersucht. Dem Bericht zufolge gingen auf den Konten von Küçük in diesem Zeitraum 35 Millionen 132 Tausend Lira ein, während 7 Millionen 52 Tausend Lira abflossen.

Im Bericht wird angegeben, dass 14 Millionen 474 Tausend Lira der Geldeingänge aus Zinserträgen oder Krediten stammten und 8 Millionen 844 Tausend Lira aus Gehältern und Tantiemen von Medienunternehmen. Demgegenüber wurde für einen Gesamtbetrag von 5 Millionen 9 Tausend Lira, der von 23 Personen und Unternehmen stammte, eine Bewertung als verdächtige Transaktion vorgenommen.

Es wurde festgestellt, dass die Verwendungszwecke für die betreffenden Geldströme unzureichend seien, die Beträge nicht mit dem finanziellen Profil von Küçük übereinstimmten und „nicht mit dem Kontoprofil einer Person vereinbar seien, die den Journalismus ausübt und in dieser Hinsicht als Angestellter arbeitet“.