Neue Details zur SGK-Operation in Antalya! MASAK-Berichte in die Akten aufgenommen
In den Ermittlungsakten zum Bestechungsskandal bei der SGK-Provinzdirektion Antalya finden sich Vorwürfe über einen Geldfluss von insgesamt über 5 Millionen Lira, der als Gegenleistung für verschiedene Transaktionen gefordert worden sein soll. Die Ermittlungen begannen nach einer Anzeige des ehemaligen Antalyaspor-Präsidenten Sinan Boztepe; die Akten enthalten zahlreiche Anschuldigungen, die auf Zeugenaussagen, Überweisungsbelegen, HTS-Daten und Finanzprüfungsberichten basieren.
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Im Zusammenhang mit den Bestechungsermittlungen bei der Provinzdirektion der Sozialversicherungsanstalt (SGK) in Antalya sind neue Details bekannt geworden.
Wie aus lokalen Medienberichten hervorgeht, wurden in die im Rahmen der Ermittlungen erstellten Akten Zeugenaussagen, Überweisungsbelege, HTS-Daten und Finanzprüfungsberichte aufgenommen. In den Dokumenten wird auf Vorwürfe über Bestechungsgelder in Millionenhöhe verwiesen.
Es wurde bekannt, dass die Ermittlungen durch eine Anzeige des ehemaligen Antalyaspor-Präsidenten Sinan Boztepe eingeleitet wurden.
Boztepe behauptete in seiner Aussage, dass der SGK-Provinzdirektor von Antalya, Mehmet Tanrıöver, von ihm 1 Million Lira gefordert habe, um die SGK-Schulden von Antalyaspor zu restrukturieren und dem Verein eine „Schuldenfreiheitsbescheinigung“ auszustellen.
Den Informationen in der Akte zufolge sollen 800.000 Lira dieses Betrags in bar in einem Betrieb in Konyaaltı übergeben worden sein, während die restlichen 200.000 Lira auf das Bankkonto des Verdächtigen Murat Akkaş überwiesen wurden.
Es wurde vermerkt, dass bei Untersuchungen des Finanzkriminalitäts-Untersuchungsrats (MASAK) festgestellt wurde, dass das besagte Geld anschließend auf verschiedene andere Konten weitergeleitet wurde.
VORWURF ÜBER 2 MILLIONEN LIRA VON EINEM WEITEREN ANZEIGESTELLER
Es wurde angegeben, dass eine Person namens H. P.C. A., die ebenfalls als Anzeigesteller in der Akte geführt wird, behauptet habe, dass von ihr 2 Millionen Lira für den Abschluss eines Vorgangs bei der SGK gefordert wurden.
Den Aussagen zufolge wurde das Geld in einem Café in Konyaaltı an E.B. übergeben, der als Vermittler fungiert haben soll und gegen den ein Haftbefehl vorliegt.
Im Rahmen der Ermittlungen wurden zudem Geld- und Scheckbewegungen zwischen einigen Unternehmen untersucht. Es wurde bekannt, dass geprüft wird, ob die Geldtransfers, die über Schecks eines im Transportbetonsektor tätigen Unternehmens abgewickelt wurden, mit den Bestechungsvorwürfen in Verbindung stehen.
WUNSCH NACH NUTZUNG DER REUE-REGELUNG GEÄUSSERT
In der Akte finden sich auch die Aussagen des Verdächtigen Murat Akkaş, der erklärt haben soll, von den Bestimmungen zur tätigen Reue profitieren zu wollen.
Akkaş behauptete, er habe in einem Hotel, das er gemeinsam mit Mehmet Tanrıöver besuchte, gesehen, wie Tanrıöver mit einer mit Geld gefüllten Tüte aus dem Zimmer des Hoteleigentümers Uysal T. kam.
In seiner Aussage behauptete Akkaş, Tanrıöver habe ihm einige Tage später 1 Million Lira gegeben und ihn gebeten, dieses Geld auf sein Konto einzuzahlen; der Hoteleigentümer U.T. habe diesen Vorwurf jedoch zurückgewiesen.
U.T. erklärte, er habe lediglich 60.000 Lira als „Hilfe“ über Murat Akkaş gesendet, um Probleme im Hotel zu vermeiden.
Akkaş gab zudem an, auf Anweisung von Tanrıöver 500.000 Lira vom Hotel gefordert zu haben, der Eigentümer habe die Zahlung jedoch verweigert. Der Verdächtige behauptete weiter, Tanrıöver habe ihm mitten in der Saison 240.000 Lira aus dem Kofferraum seines Fahrzeugs gegeben, damit er diese auf seinem Konto verwahre.
Es wurde mitgeteilt, dass die Akte Vorwürfe enthält, wonach insgesamt über 5 Millionen Lira als Bestechungsgelder eingestuft werden.
DREI PERSONEN INHAFTIERT, ERMITTLUNGEN DAUERN AN
Der SGK-Provinzdirektor von Antalya, Mehmet Tanrıöver, sowie Murat Akkaş und Ramazan Bulut, die bei einer Operation am 19. Mai festgenommen wurden, wurden vom 2. Friedensstrafgericht Antalya inhaftiert.
Wie aus einem Bericht der Zeitung Cumhuriyet hervorgeht, wurden die Verdächtigen in Untersuchungshaft genommen, während gegen Mehmet Rıdvan Tanrıöver, der angeblich der Sohn von Tanrıöver und Schwiegersohn des AK-Partei-Abgeordneten für Gaziantep, Ali Şahin, ist, wegen des Vorwurfs der „Vermittlung von Bestechung“ eine gerichtliche Kontrolle angeordnet wurde.
Es wurde berichtet, dass die Arbeiten zur Festnahme von E.B., gegen den ein Haftbefehl vorliegt, andauern und die Ermittlungen auf Basis der sichergestellten digitalen Materialien und Inspektionsberichte ausgeweitet werden.