Neue Entwicklung bei Razzia gegen illegale Wetten: Ein weiteres Unternehmen beschlagnahmt

Die Ermittlungen gegen Akteure, die illegale Wettgewinne über den Zahlungsdienstleister Paymix gewaschen haben, wurden ausgeweitet. Die Generalstaatsanwaltschaft stellte fest, dass das Unternehmen Pentech illegale Wettanbieter mit Infrastruktur versorgte, und nahm acht Verdächtige fest.

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Die Ermittlungen gegen Akteure, die illegale Wettgewinne über den auf Malta ansässigen Zahlungsdienstleister Paymix gewaschen haben, wurden ausgeweitet. Die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft hat im Zuge der Ermittlungen gegen Paymix neue Erkenntnisse gewonnen und das Verfahren ausgedehnt. Infolge der Untersuchungen fiel der Name des Unternehmens Pentech, das Paymix die technische Infrastruktur für illegale Wettseiten bereitgestellt haben soll.

PENTECH-UNTERNEHMEN UNTER TREUHANDVERWALTUNG GESTELLT

Die für die Ermittlungen zuständige Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft gab bekannt, dass nach der Auswertung digitaler Beweismittel ein Treuhänder für das Unternehmen Pentech bestellt wurde. Der Einlagensicherungsfonds (TMSF) übernahm als Treuhänder die Geschäftsführung des Unternehmens. Diese Entwicklung verdeutlicht die Ausweitung des Ermittlungsrahmens und ein aktiveres Vorgehen des Staates bei derartigen Operationen.

ACHT VERDÄCHTIGE FESTGENOMMEN

Im Zuge der vertieften Ermittlungen erließ die Generalstaatsanwaltschaft Haftbefehle gegen acht Personen, die mit dem Unternehmen Pentech in Verbindung stehen. Gendarmerieeinheiten führten in Istanbul zeitgleiche Razzien durch und nahmen die acht Verdächtigen fest. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, über das Unternehmen in illegale Wettgeschäfte verwickelt zu sein.

UNTERNEHMEN UND IMMOBILIEN BESCHLAGNAHMT

Im Rahmen der Ermittlungen wurde auf Beschluss des Istanbuler Bereitschaftsgerichts für Strafsachen auch für die Firma Beluza Yazılım Bilişim Teknolojileri Turizm Tarım Gıda ve İnşaat Yatırımları Limited Şirketi ein Treuhänder vom TMSF bestellt. Zudem wurden 10 Immobilien, 5 Fahrzeuge sowie die Bankkonten der Verdächtigen beschlagnahmt. Diese Maßnahmen gehören zu den Schritten, die ergriffen wurden, um die aus illegalen Wetten erzielten Gewinne einzufrieren.

DETAILS ZUR 27-MILLIARDEN-LIRA-OPERATION

Vergangene Woche wurde eine neue Operation im Zusammenhang mit Geldwäscheaktivitäten über den Zahlungsdienstleister Paymix eingeleitet. Berichten der Finanzkriminalitätsbehörde MASAK zufolge wurde festgestellt, dass ein in Deutschland ansässiger Infrastrukturanbieter 40 illegale Wettseiten in der Türkei, die von der Regulierungsbehörde BTK gesperrt wurden, mit technischer Infrastruktur versorgte. Es stellte sich heraus, dass diese Wettseiten monatliche Einnahmen von etwa 1 Milliarde Dollar erzielten.

Den Erkenntnissen der Ermittlungen zufolge wurden diese Einnahmen über den auf Malta ansässigen Zahlungsdienstleister Fincrypto UAB (Paymix) an Krypto-Börsen im Ausland transferiert. Laut dem MASAK-Bericht belief sich das gesamte Transaktionsvolumen der Verdächtigen im Zeitraum von Januar bis November 2025 auf 26 Milliarden 532 Millionen 385 Tausend 74 Türkische Lira.