Neue Entwicklung im Fall Gülistan Doku: Inhaftierter stellt Antrag auf Kronzeugenregelung
Im Ermittlungsverfahren zum Verschwinden der seit sechs Jahren in Tunceli vermissten Gülistan Doku wurde bekannt, dass der inhaftierte Gökhan Ertok beantragt hat, von der Kronzeugenregelung Gebrauch zu machen.
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Im Ermittlungsverfahren zum Verschwinden der Munzur-Universität-Studentin Gülistan Doku, das die türkische Öffentlichkeit seit langem beschäftigt, wurde ein wichtiger Wendepunkt erreicht. Nach sechs Jahren wurden im Rahmen der Ermittlungen zwei Personen inhaftiert, während gegen zwei weitere Personen gerichtliche Auflagen verhängt wurden.
Es wurde mitgeteilt, dass es sich bei einem der Verdächtigen um den ehemaligen Polizeibeamten Gökhan Ertok handelt, der wegen „Vernichtung von Beweismitteln“ inhaftiert wurde. Erdoğan Elaldı, ein damaliger Mitarbeiter der Provinzverwaltung, der aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse als eine der letzten Personen identifiziert wurde, die mit Doku Kontakt hatten, wurde wegen des Vorwurfs des „vorsätzlichen Mordes“ in ein Gefängnis überstellt.
Darüber hinaus wurden Savaş Gültürk und Süleyman Önal, die an der Munzur-Universität für die Kamerasicherheit zuständig waren, im Rahmen der Ermittlungen unter gerichtlichen Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt.
Der inhaftierte und aus dem Dienst entlassene Polizeibeamte Ertok soll bei den Behörden beantragt haben, im Rahmen der Kronzeugenregelung auszusagen. Ob dieser Antrag den Verlauf der Ermittlungen verändern wird, soll sich in den kommenden Tagen klären.