Neue Erdbeben-Prognose für Istanbul von Şener Üşümezsoy: Er nannte Stärke und Ort
Der Erdbebenforscher Prof. Şener Üşümezsoy äußerte sich zu den kritischen Verwerfungslinien im Marmarameer.
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Üşümezsoy, der das negativste Szenario für Istanbul erläuterte, erklärte, dass die Adalar-Verwerfung im Marmarameer nicht mehr aktiv sei und das eigentliche Risiko von der Verwerfung im Becken vor Silivri ausgehen könne.
Der Erdbebenforscher Prof. Dr. Şener Üşümezsoy hat mit seinen Erklärungen zu den Verwerfungslinien in der Marmararegion die Diskussionen über ein mögliches Istanbul-Erdbeben neu entfacht. Im Gespräch mit Habertürk TV betonte Üşümezsoy, dass die in der Öffentlichkeit häufig genannte Adalar-Verwerfungslinie nicht mehr aktiv sei und das eigentliche Risiko in der Verwerfung im Becken vor Silivri liege.
Üşümezsoy erinnerte daran, dass er sich bereits nach dem Erdbeben vom 17. August 1999 gegen die Ansicht gewehrt habe, dass die Adalar-Verwerfung eine Bedrohung für Istanbul darstelle, und sagte: „Die gebrochene Verwerfung erstreckt sich entlang der Linie Yalova-Çınarcık.“ Üşümezsoy bezeichnete die Adalar-Verwerfung als „tote Verwerfung“ und betonte, dass sich dort nicht die Verwerfung befinde, die in Istanbul eine große Zerstörung anrichten würde.
ACHTUNG VOR DEM SILIVRI-BECKEN
Üşümezsoy wies darauf hin, dass die eigentliche Gefahr von der 20 Kilometer tiefen Verwerfung im Silivri-Becken vor der Küste von Silivri ausgehe, und erklärte, dass diese Verwerfung das Potenzial habe, ein Erdbeben der Stärke 6,2 zu erzeugen.