Neue Haftbefehle gegen Tuncay Sonel, Şükrü Eroğlu und Gökhan Ertok: Ermittlungen im Fall Gülistan Doku
Der ehemalige Gouverneur von Tunceli, Tuncay Sonel, der Schutzpolizist Şükrü Eroğlu und der ehemalige Polizist Gökhan Ertok, die bereits im Rahmen der Ermittlungen zum Fall Gülistan Doku inhaftiert sind, wurden wegen sechs weiterer Straftaten erneut inhaftiert. Nach der Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft, dass „öffentliche Macht und ein offizieller Schutzschild genutzt wurden“, wurden bei einer in 16 Provinzen durchgeführten Operation 18 Verdächtige festgenommen.
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Die ergänzenden Aussagen und gerichtlichen Verfahren des ehemaligen Gouverneurs von Tunceli, Tuncay Sonel, des Schutzpolizisten Şükrü Eroğlu und des ehemaligen Polizeibeamten Gökhan Ertok, die bereits zuvor als Verdächtige vernommen wurden und sich derzeit in Haft befinden, wurden am Justizpalast von Erzurum abgeschlossen. Die Verdächtigen wurden vom zuständigen Bereitschaftsgericht wegen sechs verschiedener Straftaten inhaftiert.
Im Rahmen der Ermittlungen zum Fall Gülistan Doku wurde festgestellt, dass zwischen dem ehemaligen Gouverneur Tuncay Sonel und dem ehemaligen Polizeibeamten Gökhan Ertok WhatsApp-Nachrichten ausgetauscht wurden, die illegale technische Überwachungen und Eingriffe in digitale Daten beinhalteten. MASAK-Untersuchungen belegten zudem, dass der Schutzpolizist Şükrü Eroğlu im Gegenzug für diese Aktivitäten Geldtransfers über sein Bankkonto an Gökhan Ertok getätigt hatte. Tuncay Sonel, Şükrü Eroğlu und Gökhan Ertok, denen unter anderem die Störung, Zerstörung oder Veränderung von Informatiksystemen, Freiheitsberaubung durch Gewalt, Drohung oder Täuschung, qualifizierter Raub sowie die rechtswidrige Erlangung und Verbreitung personenbezogener Daten vorgeworfen werden, wurden am Morgen um 10.15 Uhr unter strengen Sicherheitsvorkehrungen mit drei Gefängnistransportfahrzeugen in das Stadtkrankenhaus Erzurum gebracht. Nach der medizinischen Untersuchung wurden die Verdächtigen zum Justizpalast von Erzurum überstellt. Das zuständige Haftgericht entschied, dass die drei Personen, die bereits wegen anderer Delikte inhaftiert sind, auch wegen dieser Straftaten in Untersuchungshaft genommen werden.
„SIE NUTZTEN ÖFFENTLICHE MACHT UND OFFIZIELLE SCHUTZSCHILDE“
Die Generalstaatsanwaltschaft von Erzurum erklärte, dass unter der Koordination des damaligen Gouverneurs von Tunceli, Tuncay Sonel, hochrangige Verwaltungs- und Polizeibeamte gemeinsam mit lokalen bürokratischen Akteuren und Amtsträgern öffentliche Macht, offizielle Schutzschilde und bürokratischen Einfluss genutzt hätten, um in gerichtliche, digitale und medizinische Systeme einzugreifen. Angesichts all dieser Daten sei die feste Überzeugung entstanden, die durch Ermittlungsergebnisse und materielle Beweise gestützt werde, dass die Tat innerhalb einer organisierten Struktur begangen wurde, die zahlreiche Straftatbestände umfasst. In der Erklärung wurde zudem mitgeteilt, dass heute in 16 Provinzen eine gleichzeitige Operation gegen insgesamt 19 Personen durchgeführt wurde, die als Polizeibeamte im Rahmen der in Tunceli laufenden Ermittlungen verdächtige Handlungen vorgenommen haben sollen; dabei wurden 18 Verdächtige festgenommen.