Neue Namen in den Epstein-Akten: 6 zensierte Namen veröffentlicht

Der US-Abgeordnete Ro Khanna erklärte, dass ein Großteil der Jeffrey-Epstein-Akten, die er im Justizministerium eingesehen hat, weiterhin zensiert sei, und gab sechs in den Dokumenten verborgene Namen öffentlich bekannt.

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Der US-Abgeordnete Ro Khanna hat nach der Einsichtnahme in die unzensierten Versionen der Akten zur Jeffrey-Epstein-Untersuchung bemerkenswerte Erklärungen abgegeben. Khanna sagte, dass 70 bis 80 Prozent der mit der Öffentlichkeit geteilten Dokumente nach wie vor zensiert seien.

6 ZENSIERTE NAMEN VERÖFFENTLICHT

In der Erklärung wurden auch die Identitäten von 6 „reichen und mächtigen“ Personen bekannt gegeben, deren Namen in den Epstein-Akten zwar vorkommen, aber bisher geheim gehalten wurden. Khanna gab an, dass es sich bei den zensierten Namen um Les Wexner, Sultan Ahmed bin Sulayem, Salvatore Nuara, Zurab Mikeladze, Leonic Leonov und Nicola Caputo handele.

„KEINE BEGRÜNDUNG ANGEGEBEN“

Khanna betonte, dass diese Namen in den Dokumenten vom Justizministerium ohne Angabe von Gründen zurückgehalten wurden, und wies darauf hin, dass sie diese 6 Namen innerhalb einer nur zweistündigen Einsichtnahme identifizieren konnten. Khanna äußerte, dass bei einer unzensierten Prüfung von etwa 3 Millionen Dokumenten noch weitaus mehr Namen ans Licht kommen könnten.

AUCH FBI-AKTEN SIND ZENSIERT

Khanna erklärte, dass sämtliche Dokumente, die das Federal Bureau of Investigation (FBI) an das Justizministerium gesendet habe, zensiert seien. Khanna machte auf diesen Umstand aufmerksam und sagte: „Alle Kongressabgeordneten sind eingeladen, die ‚unzensierten‘ Akten des Justizministeriums einzusehen, aber alle Dokumente, die vom FBI kommen, sind zensiert.“

Der Abgeordnete Thomas Massie hingegen erklärte in einem Beitrag auf seinem X-Account, dass die Erwähnung eines Namens in den Epstein-Dokumenten nicht die Schuld beweise. Massie merkte jedoch an, dass in einem FBI-Dokument aus dem Jahr 2019 festgehalten sei, dass Leslie Wexner gemeinsam mit Epstein an einem „Kindesmissbrauchsverbrechen“ beteiligt gewesen sei.

ANTWORT VOM JUSTIZMINISTERIUM

Der stellvertretende US-Justizminister Todd Blanche verteidigte sich in einer Erklärung auf seinem X-Account mit der Behauptung, dass alle Namen, die keine Opfer seien, unzensiert gemacht worden seien. Blanche erinnerte daran, dass der Name Les Wexner bereits zuvor mehrfach in den Epstein-Akten aufgetaucht sei, und betonte, dass das Justizministerium dem Transparenzprinzip verpflichtet sei.

WAS WAR PASSIERT?

Epstein, der beschuldigt wurde, Dutzende Mädchen unter 18 Jahren sexuell missbraucht und ein Prostitutionsnetzwerk aufgebaut zu haben, wurde am 10. August 2019 tot in seiner Zelle im Metropolitan Correctional Center in Manhattan, New York, aufgefunden, wo er in Untersuchungshaft saß.

In den veröffentlichten Epstein-Gerichtsakten waren berühmte Namen wie Prinz Andrew, der US-Präsident Donald Trump, der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, der ehemalige israelische Premierminister Ehud Barak, der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore, der Schauspieler Kevin Spacey, der Sänger Michael Jackson, der Illusionist David Copperfield, der Anwalt Alan Dershowitz und der ehemalige Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, enthalten.

Das FBI hatte nach einer Untersuchung mit dem US-Justizministerium erklärt, dass keine Beweise für die Existenz einer „Kundenliste“ aus berühmten Namen gefunden werden konnten und dass Epstein, von dem behauptet wurde, er sei ermordet worden, um die Verbrechen von Personen zu vertuschen, zu denen Regierungsbeamte, Prominente und Geschäftsleute gehörten, tatsächlich in seiner Zelle Suizid begangen habe.