Neuer Schritt in der Ahbap-Ermittlung: Vermögenswerte des Vereins und der Verdächtigen beschlagnahmt
Nach der Verhaftung von 14 Personen, darunter Haluk Levent, wurden die Vermögenswerte des AHBAP-Vereins sowie der Verdächtigen vorläufig eingefroren.
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In der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Ermittlung gegen den AHBAP-Verein hat es eine weitere kritische Entwicklung gegeben. Nach der Verhaftung von 14 Personen, darunter der Vereinsvorsitzende Haluk Levent, wurden nun auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Vermögenswerte des AHBAP-Vereins sowie aller Verdächtigen vorläufig eingefroren. Die Ermittlungsakte enthält schwerwiegende Vorwürfe, insbesondere bezüglich der Verwaltung von Erdbebenhilfsgeldern und der Veräußerung von Vereinsvermögen.
ERDBEBENFONDS UND "PERSÖNLICHE SCHWÄCHEN" IM FOKUS
In der schriftlichen Begründung der Staatsanwaltschaft für die Überstellung von Haluk Levent an das Gericht mit dem Antrag auf Haftbefehl wurde insbesondere auf die Verwaltung der riesigen, in Milliardenhöhe gesammelten Fonds nach dem Erdbeben von 2023 hingewiesen.
In der Überstellungsschrift der Staatsanwaltschaft heißt es dazu:
"Es wurde festgestellt, dass Anhaltspunkte vorliegen, die den dringenden Verdacht nahelegen, dass die Hilfsgelder nicht transparent und nachvollziehbar verwaltet oder verwendet wurden; dieser Verdacht und die Beweise haben sich sowohl aufgrund der persönlichen Schwächen und der wirtschaftlichen Situation des Verdächtigen als auch durch die Feststellungen im ergänzenden MASAK-Bericht erhärtet."
"KEIN STATUS ALS GEMEINNÜTZIGER VEREIN"
Weitere wichtige Erkenntnisse in der Ermittlungsakte betreffen die Finanzstruktur des Vereins und Immobilientransaktionen:
Es wurde festgestellt, dass der AHBAP-Verein offiziell nicht den Status eines "gemeinnützigen Vereins" besitzt.
Es wurden konkrete Feststellungen darüber getroffen, dass das Eigenkapital des Vereins im Laufe des Prozesses vorsätzlich verringert wurde und sich im Besitz des Vereins befindliche Immobilien schnell veräußert wurden.
Die Finanzkriminalitäts-Untersuchungsbehörde (MASAK) setzt die umfassende Prüfung aller Bankkonten, Geldtransfers und die Beweissicherung des Vereins fort.