Neuer Schritt von Limak: Genehmigung für Goldmine erteilt

Das Ministerium für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel hat das von der Limak Holding geplante Gold- und Silberminenprojekt in Balya, Balıkesir, genehmigt. Dem UVP-Bericht zufolge sollen im Rahmen des Projekts rund 20.000 Bäume gefällt und jährlich 370 Tonnen Zyanid verwendet werden.

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Die Limak Holding, die durch ihre Aktivitäten im Akbelen-Wald in die Schlagzeilen geriet, startet ein Gold- und Silberminenprojekt im Bezirk Balya in Balıkesir. Der vom Ministerium genehmigte Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) wurde veröffentlicht.

Laut dem 8.720-seitigen Bericht, der von der Altınordu Madencilik Sanayi ve Ticaret A.Ş. – einem Unternehmen der Limak Holding, in dessen Geschäftsführung Batuhan Özdemir, der Sohn von Nihat Özdemir, sitzt – erstellt wurde, wird das Unternehmen auf 276,93 Hektar des insgesamt 1.724 Hektar großen lizenzierten Gebiets tätig sein.

RIESENPROJEKT

Es wurde angegeben, dass das Minengelände aus Tagebau- und Untertagebetrieben bestehen und eine Fläche von der Größe von 390 Fußballfeldern einnehmen wird. Das Projekt soll im letzten Quartal 2025 mit Infrastrukturarbeiten beginnen, wobei Investitionen in Höhe von rund 3 Milliarden 865 Millionen TL vorgesehen sind.

ZYANID UND DYNAMIT WERDEN EINGESETZT

Dem Bericht zufolge wird im Rahmen des Projekts auf Flächen, die als Trockenlandwirtschaft, Weideland, Wald und Buschland genutzt werden, Dynamit gesprengt. Das geförderte Erz soll in einer Anlage zur Anreicherung mit Zyanid verarbeitet werden. Der UVP-Bericht enthüllte, dass jährlich 370 Tonnen Zyanid verwendet werden sollen.

20.000 BÄUME WERDEN GEFÄLLT

Der Bericht gibt an, dass auf dem Minengelände 19.729 Bäume gefällt werden. Zu diesen Bäumen zählen Arten wie Pinien, Schwarzkiefern, Seekiefern, Türkische Kiefern, Hainbuchen, Ungarische Eichen und Zerreichen.

GESCHÜTZTE ARTEN IN GEFAHR

Im UVP-Bericht wurde betont, dass in der Region zahlreiche Pflanzenarten vorkommen, darunter fünf regional endemische, fünf endemische und vier seltene Arten. Zudem wurden in dem Gebiet 79 Vogelarten identifiziert. 72 dieser Vögel stehen unter dem Schutz der Berner Konvention, der die Türkei beigetreten ist. Auch 18 der 31 in der Region lebenden Säugetierarten fallen unter dasselbe Abkommen.