Neuer Skandal bei ÇEDES: Schüler wurden mit Leichentüchern bedeckt!
Unter dem Vorwand des Projekts „Ich bin umweltbewusst und schütze meine Werte“ (ÇEDES), das zwischen dem Bildungsministerium, dem Ministerium für Jugend und Sport sowie dem Präsidium für Religionsangelegenheiten unterzeichnet wurde, wurden bei einer Palästina-Veranstaltung an einer Schule Schüler mit Leichentüchern bedeckt. An einer anderen Schule wurde ein separater Klassenraum für den Religionsunterricht eingerichtet.
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Die Skandale um das umstrittene ÇEDES-Programm der AKP-Regierung, das säkulare und wissenschaftliche Bildung missachtet, nehmen kein Ende.
Wie Fırat Fıstık von Sözcü berichtet; an der Küçükköy Kız Anadolu İmam Hatip Lisesi (Mädchen-Anatolien-Imam-Hatip-Gymnasium) in Gaziosmanpaşa, Istanbul, nahmen Dutzende Schülerinnen an einer Veranstaltung zur Unterstützung Palästinas teil. Während einer Theateraufführung wurden fünf Schülerinnen auf den Boden gelegt und mit weißen Leichentüchern bedeckt. Bei der Zeremonie, bei der die Köpfe der kleinen Mädchen bedeckt waren, trugen einige der männlichen Schüler Militäruniformen.
"DAS IST EIN PÄDAGOGISCHER MORD"
TÖBSEN-Vertreter Serkan Bebek reagierte auf die Situation und erklärte:
„Wir sehen uns mit einer Veranstaltung zum Thema ‚Unterstützung für Palästina‘ konfrontiert, die nichts mit Werten zu tun hat, bei der Kinder sterbende Menschen darstellen und mit weißen Tüchern bedeckt werden. Das ist ein pädagogischer Mord. Die Schulen befinden sich unter faktischer Besatzung und einer vollständigen reaktionären Belagerung. Unter dem Deckmantel von Religion, Moral oder Werteerziehung soll den Kindern eine politisch-islamistische Ideologie aufgezwungen werden.“
Die Palästina-Aktivitäten beschränken sich nicht nur darauf. Ein Beispiel für Aktivitäten, die über die Schulgrenzen hinausgehen, ereignete sich an der Ulucan-Mittelschule in Niksar, Tokat. Schüler eröffneten außerhalb der Schule einen Stand, um Israel zu boykottieren und Palästina zu unterstützen.
SEPARATER KLASSENRAUM FÜR RELIGIONSUNTERRICHT
In Tekkeköy, Samsun, wurde im Rahmen von ÇEDES eine bisher nicht existierende Praxis eingeführt. An der Gölceğiz Cumhuriyet Grundschule wurde unter Teilnahme des Bezirksdirektors für nationale Bildung, Mustafa Uzunlar, der Abteilungsleiter und des ÇEDES-Bezirkskoordinators ein Klassenraum für den Religions- und Ethikunterricht eröffnet. Eine Praxis, die für kein anderes Fach existiert, wurde somit für den Religionsunterricht umgesetzt.