Neues Beleidigungsverfahren gegen İsmail Arı während seiner Haft
Gegen den Journalisten İsmail Arı, der im Sincan-Gefängnis wegen des Vorwurfs der „öffentlichen Verbreitung irreführender Informationen“ inhaftiert ist, wurde aufgrund eines alten Social-Media-Beitrags ein zweites Verfahren wegen „Beleidigung eines Amtsträgers“ eingeleitet.
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Der Journalist İsmail Arı, der seit etwa 39 Tagen im Sincan-Gefängnis inhaftiert ist, gab bekannt, dass während seiner Haft ein weiteres Verfahren gegen ihn eröffnet wurde. Arı sieht sich mit einer neuen Anklage konfrontiert, weil er vor drei Jahren einen Nachrichtenbeitrag über einen ehemaligen stellvertretenden Polizeichef von Ankara kommentarlos in den sozialen Medien geteilt hatte.
In seiner Kolumne schrieb Arı: „Während ich im Gefängnis sitze, wurde ein weiteres Verfahren gegen mich eröffnet. Mein Verbrechen: Vor drei Jahren habe ich einen Tweet einer Nachrichtenseite über den ehemaligen stellvertretenden Polizeichef von Ankara kommentarlos geteilt. Deshalb soll ich nun bestraft werden.“
In der von der Generalstaatsanwaltschaft Ankara erstellten Anklageschrift wird die Polizeidirektion Ankara als „Klägerin“ und der ehemalige stellvertretende Polizeichef von Ankara, Mukadder Kardiyen, als „Geschädigter“ aufgeführt. Es wird gefordert, Arı wegen „Beleidigung eines Amtsträgers“ zu bestrafen. Das Verfahren wird am 17. September 2026 vor dem 47. Strafgericht erster Instanz in Ankara verhandelt.
SEIT 39 TAGEN INHAFTIERT
Der Journalist Arı, der Ende März verhaftet und ins Gefängnis gebracht wurde, steht wegen des Vorwurfs der „öffentlichen Verbreitung irreführender Informationen“ vor Gericht. Er wurde während eines Besuchs bei seiner Familie in Tokat im Rahmen einer anderen Untersuchung der Generalstaatsanwaltschaft Ankara festgenommen. Während die Haftzeit von Arı, der am Sonntag, dem 22. März, inhaftiert wurde, andauert, hat das neue Verfahren gegen ihn erneut Debatten über die Pressefreiheit entfacht.