Neues Detail zum Neugeborenen-Skandal: Unregelmäßigkeiten fielen bei Prüfung auf

Im Rahmen der Ermittlungen gegen 47 Verdächtige, denen vorgeworfen wird, Neugeborenen-Intensivstationen in Privatkliniken in Istanbul unrechtmäßig betrieben und durch Bestechung sowie Urkundenfälschung unrechtmäßige Gewinne von der Sozialversicherungsanstalt (SGK) erzielt zu haben, kommen weiterhin neue Details ans Licht.

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Im Skandal um die „Neugeborenen-Bande“, die Babys in den Tod trieb, um täglich 8000 TL von der SGK zu kassieren, werden weitere Details bekannt.

Laut den in der Anklageschrift enthaltenen abgehörten Telefonaten kam bei einem Gespräch zwischen der verdächtigen Krankenschwester Çağla Durmuş und einer Person namens T.B. im November 2023 heraus, dass Durmuş T.B. anwies, bei einem der Babys eine nicht durchgeführte Behandlungsmethode in der Akte als durchgeführt darzustellen. Dieser Umstand wurde später bei durchgeführten Prüfungen bemerkt.

In dem Gespräch soll Durmuş zu T.B. gesagt haben: „Sollen wir es in der Akte so darstellen, als wäre es intubiert worden, anstatt dass es das nicht toleriert hat, geht das? Denk daran, falls eine Prüfung oder Ähnliches ansteht, kannst du so etwas sagen wie: Es wurde gerade extubiert, jetzt stelle ich auf Subap um, okay?“

ES GIBT AUCH EIN PROTOKOLL

Andererseits ging aus den Gesprächsinhalten hervor, dass sie in den Akten bestimmte Medikamente als verwendet darstellten, um unrechtmäßige Gewinne von der SGK zu erzielen.

In der Anklageschrift wurde zudem festgehalten, dass bei einer Prüfung des Krankenhauses durch die Gesundheitsbehörde der Provinz ein Protokoll erstellt wurde, in dem darauf hingewiesen wurde, dass bei der Behandlung des betreffenden Babys ein Fehler unterlaufen sein könnte.