Neues Gesetz im türkischen Parlament sorgt für Debatten: 'Ein Gesetz zur Enteignung?'

Osman Ünsal, Vorsitzender der Plattform „Güçlü Türkiye“ (Starkes Türkei), erklärte auf der Social-Media-Plattform X, dass das im türkischen Parlament (TBMM) verabschiedete neue Gesetz dem Ministerium für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel weitreichende Befugnisse einräume.

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Ünsal betonte, dass das Ministerium Gebäude oder Immobilien, die es benötigt, beschlagnahmen könne und im Gegenzug eine andere Immobilie in einem anderen Gebiet zuweisen könne.

Die neue Regelung wurde am 5. Dezember 2024 bei einer Abstimmung im türkischen Parlament angenommen. 

Den Abstimmungsdaten zufolge unterstützte der Regierungsblock, allen voran die AKP und die MHP, das Gesetz, während sich ein Großteil der Opposition nicht an der Abstimmung beteiligte. 

Während lediglich 74 Abgeordnete der Opposition mit Nein stimmten, nahmen 196 Oppositionsabgeordnete nicht an der Abstimmung teil. Dies führte zu Kritik an der Wirkungslosigkeit der Opposition.

Der Vorsitzende der Plattform „Güçlü Türkiye“, Osman Ünsal, äußerte sich in seinem Beitrag wie folgt:

„Da es keine echte Opposition gibt, tut die Regierung, was sie will. Wir als Volk sind wieder einmal allein gelassen worden. Schützen Sie Ihr Eigentum!“

Im Rahmen des Gesetzes wurde festgelegt, dass in Gebieten, die für öffentliche Zwecke reserviert oder dem öffentlichen Dienst zugewiesen sind, anstelle des Eigentumsrechts eine gleichwertige Immobilie in einem anderen Gebiet zugewiesen werden kann. Während dies von vielen Seiten als „Enteignung“ kritisiert wird, stieß auch der mangelnde Widerstand der Opposition auf Empörung.

Experten weisen darauf hin, dass diese Regelung zwar aus einer Notwendigkeit heraus entstanden sein könnte, insbesondere aufgrund der unzureichenden Reserven nach Katastrophen, die Umsetzung jedoch ernsthafte Probleme für individuelle Eigentumsrechte mit sich bringen könnte.