Nicht abgeholter Müll in Gaza verbreitet Gefahr

Im unter israelischer Blockade stehenden Gazastreifen führt der aufgrund von Luftangriffen nicht abgeholte Müll zu einem erhöhten Epidemierisiko.

İHA

Aufgrund der seit 18 Tagen andauernden Angriffe Israels sind die öffentlichen Dienstleistungen im Gazastreifen nahezu zum Erliegen gekommen. Da die Müllabfuhrfahrzeuge der Gemeinden aufgrund der Angriffsgefahr den Müll nicht abholen können, türmt sich dieser in den Straßen und in der Nähe von Wohngebieten. Die entstandenen Müllberge erhöhen das Risiko von Epidemien in dem Konfliktgebiet und verschärfen die humanitäre Krise weiter.

"DASS DER MÜLL NICHT ABGEHOLT WERDEN KANN, IST EIN GROSSES PROBLEM"

Dr. Hatem Al-Ghamri, Bürgermeister von Maghazi im Zentrum des Gazastreifens, erklärte, dass die LKW-Fahrer ihre Arbeit nicht verrichten könnten, um nicht zum Ziel israelischer Luftangriffe zu werden. Ghamri sagte: "Dass der Müll nicht abgeholt werden kann, ist ein großes Problem, das zur Ausbreitung von Krankheiten führen und das Leid der Bevölkerung vergrößern wird".

Ghamri wies darauf hin, dass provisorische Müllsammelplätze eingerichtet wurden, diese sich jedoch in der Nähe von Wohngebieten befänden.