'Nicht geeignet für den 1. Mai': DİSK antwortet Ali Yerlikaya zum Taksim-Platz
Nachdem Innenminister Ali Yerlikaya den Taksim-Platz für den 1. Mai gesperrt hatte, reagierte die Gewerkschaft DİSK mit einem Verweis auf ein Urteil des Verfassungsgerichts und erneuerte ihren Aufruf: 'Am 1. Mai auf den Taksim'.
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Innenminister Ali Yerlikaya erklärte, der Taksim-Platz gehöre nicht zu den als Kundgebungsorte ausgewiesenen Plätzen, und gab bekannt: "Der Taksim ist für den 1. Mai nicht geeignet."
Auf Yerlikayas 'Verbot' folgte eine Antwort der Konföderation Revolutionärer Arbeitergewerkschaften (DİSK).
In der Erklärung, in der an das Urteil des Verfassungsgerichts (AYM) vom 12. Oktober 2023 erinnert wurde, hieß es: "Jeder Mensch, der sich als Teil dieser Kultur betrachtet, hat das Recht, am 1. Mai auf dem Taksim-Platz präsent zu sein, um die Bedeutung dieses Ortes unmittelbar zu erfahren und diese Erfahrung über Generationen hinweg weiterzugeben. Da sich der 1. Mai mit dem Taksim-Platz identifiziert, führt eine Einschränkung dieses Ortes auch zu einer Einschränkung des Gedankenguts, das vermittelt werden soll."
In dem Beitrag wurde folgender Teil des AYM-Urteils zitiert:
"... Der Taksim-Platz, einer der Grundpfeiler der Arbeiter- und Gewerkschaftskultur, zeigt nicht nur die Solidarität derer, die sich dort am 1. Mai aufhalten, sondern auch die Existenz eines gemeinsamen Gedächtnisses der Werktätigen. In diesem Fall hat jeder Mensch, der sich als Teil dieser Kultur betrachtet, das Recht, am 1. Mai auf dem Taksim-Platz präsent zu sein, um die Bedeutung dieses Ortes unmittelbar zu erfahren und diese Erfahrung über Generationen hinweg weiterzugeben. Da sich der 1. Mai mit dem Taksim-Platz identifiziert, führt eine Einschränkung dieses Ortes auch zu einer Einschränkung des Gedankenguts, das vermittelt werden soll."
"Jeder Mensch, der sich als Teil dieser Kultur betrachtet, hat das RECHT, am #1.Mai auf dem Taksim-Platz präsent zu sein, um die Bedeutung dieses Ortes unmittelbar zu erfahren und diese Erfahrung über Generationen hinweg weiterzugeben!"
— DİSK (@diskinsesi) 29. April 2024
In der einen Hand unsere Nelken, in der anderen der untenstehende Urteilstext… pic.twitter.com/mw4ToIUaLe