Ölkrise weitet sich aus: Türkei gibt strategische Reserven frei
Energieminister Alparslan Bayraktar gab bekannt, dass die Türkei angesichts der globalen Ölkrise 11,6 Millionen Barrel Öl aus ihren strategischen Reserven auf den Markt bringen wird. Die Entscheidung ist Teil einer historischen Maßnahme der Internationalen Energieagentur, insgesamt 400 Millionen Barrel an Reserven freizugeben.
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Aufgrund der Krise auf den globalen Energiemärkten haben Länder begonnen, ihre strategischen Erdölreserven zu aktivieren. Die Verknappung des Ölangebots infolge des vom Iran ausgehenden Krieges und der Lieferprobleme in der Region hat zu neuen Maßnahmen auf internationaler Ebene geführt.
In diesem Zusammenhang gehört auch die Türkei zu den Ländern, die beschlossen haben, ihre strategischen Reserven zu nutzen.
TÜRKEI GIBT 11,6 MILLIONEN BARREL ÖL FREI
Alparslan Bayraktar kündigte in einer Erklärung gegenüber Bloomberg an, dass die Türkei 11,6 Millionen Barrel Öl aus ihren nationalen Erdölreserven auf den Markt bringen werde.
Bayraktar erklärte, dass diese Entscheidung Teil eines Plans der Internationalen Energieagentur (IEA) sei, der die Freigabe von insgesamt 400 Millionen Barrel an strategischen Ölreserven vorsieht.
LIEFERKRISE IN DER STRASSE VON HORMUS
Als einer der Hauptgründe für die Engpässe beim globalen Ölangebot werden die Lieferstörungen in der Straße von Hormus genannt.
Es wurde berichtet, dass die Lieferungen durch die Meerenge, über die etwa 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs abgewickelt werden, zum 1. März um 86 Prozent zurückgegangen sind.
Mehr als 700 Öltanker, die nicht dem Iran gehören, hätten auf beiden Seiten der Meerenge ihre Fahrten aufgrund des gestiegenen Sicherheitsrisikos eingestellt.
HISTORISCHE MASSNAHME DER INTERNATIONALEN ENERGIEAGENTUR
Die Internationale Energieagentur hat aufgrund des Risikos, dass die anhaltenden Konflikte zwischen den USA, Israel und dem Iran eine Energiekrise in der Weltwirtschaft auslösen könnten, eine weitreichende Intervention beschlossen.
Die Agentur empfahl den Mitgliedsländern, ihre strategischen Ölreserven in Rekordhöhe auf den Markt zu bringen, um den Anstieg der Ölpreise zu bremsen.
REKORD VON 2022 WIRD ÜBERTROFFEN
Die Entwicklungen auf dem Ölmarkt deuten darauf hin, dass der bisherige Rekord bei der Nutzung von Reserven aus dem Jahr 2022 übertroffen werden könnte.
Da große Produzenten wie Saudi-Arabien und der Irak gezwungen sind, ihre Produktion um täglich etwa 6 Millionen Barrel zu drosseln, ist der Plan der Internationalen Energieagentur zu einem wichtigen Schritt für den Markt geworden.
FOLGT AUF G7-BESCHLUSS
Es wurde darauf hingewiesen, dass dieser Schritt zur Freigabe der Reserven unmittelbar nach der Entscheidung zu einem „gemeinsamen Vorgehen“ beim Treffen der G7-Finanzminister auf die Tagesordnung kam.
Während betont wurde, dass die westlichen Länder koordiniert gegen die Energiekrise vorgehen, wurde angemerkt, dass die Wirkung des Plans davon abhängen werde, wie schnell die Länder ihre Reserven auf den Markt bringen.
REIHE VON ENTSCHEIDUNGEN GROSSER VOLKSWIRTSCHAFTEN
Einige Länder haben bereits begonnen, ihre eigenen Reserven zu nutzen, ohne auf die kollektive Entscheidung der IEA zu warten.
Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi kündigte an, dass die strategischen Erdölreserven des Landes ab dem 16. März zur Nutzung freigegeben werden. Japan deckt etwa 95 Prozent seines Ölbedarfs aus dem Nahen Osten.
Auch die deutsche Regierung gab bekannt, einen Teil ihrer nationalen Erdölreserven freizugeben, um das Gleichgewicht auf den Märkten zu wahren.
Die britische Finanzministerin Rachel Reeves erklärte „sehr deutlich“, dass man bereit sei, die Reserven zu nutzen, um den Druck auf die Ölpreise zu verringern.