Online-Wettbande wusch Millionen durch Aufbau eines eigenen Bankensystems

Bei einer Operation in Istanbul wurde eine 22-köpfige Online-Wettbande zerschlagen. Die Bande hatte ein eigenes privates Bankensystem eingerichtet, um die in das System eingezahlten Gelder an Geldautomaten abzuheben. Bei der von der Abteilung zur Bekämpfung von Cyberkriminalität durchgeführten Operation wurden zudem 96 Telefone, 90 SIM-Karten, 27 Laptops, verbotene Substanzen sowie eine nicht registrierte Schusswaffe sichergestellt.

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Das türkische Innenministerium hat vor Kurzem eine erfolgreiche Operation gegen eine Online-Wettbande durchgeführt. Im Rahmen des Einsatzes wurden 22 Personen festgenommen. Die Ermittlungen ergaben, dass die Online-Wettbande über ein eigenes privates Bankensystem verfügte.

Bei der von der Abteilung zur Bekämpfung von Cyberkriminalität geleiteten Operation wurden 96 Telefone, 90 SIM-Karten, 27 Laptops, verbotene Substanzen und eine nicht registrierte Schusswaffe beschlagnahmt. Doch noch bemerkenswerter als diese Gegenstände ist das komplexe System, das die Wettbande aufgebaut hatte.

Wie Hürriyet berichtet, hatte die Bande mehrere Wohnungen angemietet und diese in Büros umgewandelt. In diesen Büros arbeiteten Mitarbeiter im Schichtdienst, die als „Wachhabende“ bezeichnet wurden. Diese Personen verwalteten den Geldfluss der Bande und integrierten die ein- und ausgehenden Gelder in das System, indem sie diese Bankkonten und Telefonnummern zuordneten. Durch diese Zuordnung konnte das in das System gelangte Geld an Geldautomaten in bar abgehoben werden.

Es wurde bekannt, dass die von der Abteilung zur Bekämpfung von Cyberkriminalität eingeleiteten Ermittlungen noch andauern.