Oppositionsführer in Südkorea mit Messer am Hals verletzt

Wie berichtet wurde, ist Lee Jae-myung, der Vorsitzende der größten Oppositionspartei in Südkorea, während eines Besuchs auf einer Baustelle in Busan Opfer eines Messerangriffs geworden.

AA

Nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap ereignete sich der Vorfall am Vormittag, als Lee Jae-myung eine Baustelle auf der Insel Gadeok in Busan besuchte.

Ein Angreifer näherte sich Lee unter dem Vorwand, ein Autogramm zu wollen, während dieser Fragen von Pressevertretern beantwortete, und verletzte ihn mit einem scharfen Gegenstand am Hals.

Nach dem Angriff wurde der bei Bewusstsein befindliche Lee, der am Hals blutete, zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Der Angreifer, bei dem es sich um einen Mann handeln soll, wurde noch am Tatort festgenommen; nähere Angaben zu seiner Identität oder seinem Erscheinungsbild wurden bisher nicht gemacht.

Die Sprecherin des Präsidialamtes, Kim Soo-kyung, teilte mit, dass Präsident Yoon Suk Yeol nach dem Vorfall angewiesen habe, Lee schnellstmöglich in ein Krankenhaus zu bringen und zu behandeln sowie den Angriff zu untersuchen, um die Fakten zu ermitteln.

Kim berichtete, dass Yoon betont habe, dass ein solcher Angriff unter keinen Umständen akzeptabel sei.

KEINE LEBENSGEFAHR

Obwohl für den mit einem Messer angegriffenen Lee keine Lebensgefahr besteht, wurde er zur Operation in die Hauptstadt Seoul gebracht, da die Sorge vor weiteren Blutungen bestand.

Feuerwehrbeamte erklärten in einer Stellungnahme, dass der Oppositionsführer aufgrund der Stichwunde am Hals in ein Universitätskrankenhaus in Busan eingeliefert worden sei.

Die Behörden gaben bekannt, dass Lee nach der Erstversorgung dort per Hubschrauber nach Seoul geflogen wurde, um operiert zu werden.

In einer Erklärung der Demokratischen Partei wurde zudem darauf hingewiesen, dass die Sorge bestehe, es könne zu einer starken Blutung im Bereich der Halsschlagader kommen.

In der Erklärung wurde zudem betont, dass es sich bei dem Angriff um einen Terrorakt und eine Bedrohung für die Demokratie handele.

Auf in sozialen Medien hochgeladenen Bildern wurde festgestellt, dass der Verdächtige bereits vor einem Monat bei einer Veranstaltung in der Stadt Busan gesehen wurde, an der Lee ebenfalls teilnahm.

Der Polizeipräsident der Nationalen Polizeibehörde, Yoon Hee-keun, kündigte in einer Presseerklärung an, dass ein spezielles Team gebildet wurde, um eine umfassende Untersuchung des Angriffs durchzuführen.

Polizeibeamte haben bisher keine Erklärung zur Identität des Verdächtigen oder zum Motiv des Angriffs abgegeben.