Övgün Ahmet Ercan beklagt: „Spielanalysen sind wichtiger als Erdbebenanalysen“

Das Erdbeben der Stärke 4,9 in Çanakkale war an vielen Orten zu spüren. Nach dem Beben, das bei den Bürgern Panik auslöste, äußerten sich Experten. Prof. Dr. Övgün Ahmet Ercan beklagte sich darüber, dass seinen Erklärungen nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt werde.

12punto

Während die Marmara-Region angesichts der jüngsten Erdbebenserie wie auf Nadeln sitzt, folgen die Stellungnahmen der Experten zu den Ereignissen Schlag auf Schlag.

Fernsehsender, die nach fast jedem Erdbeben die Meinung von Experten einholen, räumen den befragten Personen manchmal nicht genügend Zeit ein. 

Zuletzt äußerte Prof. Dr. Övgün Ahmet Ercan diesbezüglich berechtigte Kritik. Ercan erklärte, er sei nach dem Erdbeben in Çanakkale von vielen Fernsehsendern kontaktiert worden, um seine Einschätzungen zum Beben abzugeben, doch leider habe man ihm nicht genügend Zeit eingeräumt.

Ercan betonte, dass Erdbeben nicht so viel Aufmerksamkeit erhielten wie Spielanalysen, und sagte, es sei unmöglich, die Bürger innerhalb derart begrenzter Zeiträume umfassend zu informieren.

Hier ist der Beitrag von Ercan:

„In diesem Land werden den ganzen Tag, jeden Tag, auf 6-7 Kanälen Spielanalysen betrieben. Jetzt war ich im Fernsehen und mir wurden 5 Minuten eingeräumt.

Leider können wir als Erdbebenwissenschaftler keine aufklärenden Erklärungen für die Öffentlichkeit abgeben.

Wo ist das eine Informationsgesellschaft? Dabei sitzen Istanbul, Çanakkale, Bursa, Yalova und Balıkesir wie auf Nadeln.“