Özels Reaktion auf „Boykott-Ermittlungen“: Was für Tayyip Erdoğan erlaubt ist, darf dem Volk nicht verboten sein

Der CHP-Vorsitzende Özel hat auf die Ermittlungen der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft zu Boykott-Aufrufen in sozialen Medien reagiert. Özgür Özel untermauerte seine Kritik mit einem Video, in dem AKP-Chef und Präsident Erdoğan selbst zu einem Boykott aufgerufen hatte.

12punto

Die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft hat von Amts wegen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Hassrede sowie Aufstachelung der Bevölkerung zu Feindseligkeit und Hass im Zusammenhang mit Boykott-Aufrufen in sozialen Medien eingeleitet.

Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel äußerte sich kritisch zu der Ankündigung, Ermittlungen gegen Boykott-Beiträge einzuleiten.

Özel teilte über soziale Medien folgende Äußerungen:

„Was für Tayyip Erdoğan erlaubt ist, darf dem Volk nicht verboten sein!

Ein Boykott ist ein demokratisches Recht.

Erdoğan selbst war es, der 2008 einen Medienboykott initiierte.

Diejenigen Unbedachten, die heute den Boykott verurteilen, sind die Anhänger des Hauptschuldigen.

Diejenigen, die sich ihrer Inkonsistenz nicht schämen und ihr Heil in Lügen suchen, haben sich erneut blamiert.

Nur zu…“

Özel veröffentlichte zudem Archivaufnahmen einer Rede, in der Erdoğan zum Boykott von Mediengruppen, allen voran der Doğan-Medien, aufgerufen hatte.