Özgür Özel äußert sich erstmals zum Verfahren gegen Kılıçdaroğlu

CHP-Chef Özgür Özel hat Dilruba K. besucht, die wegen ihrer Äußerungen in einer Straßenumfrage verhaftet wurde. Nach dem Besuch äußerte sich Özel auch zu dem gegen Kemal Kılıçdaroğlu eingeleiteten Verfahren.

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Dilruba K., die sich während der Tage des Instagram-Verbots in einer Straßenumfrage geäußert hatte, wurde aufgrund ihrer Worte verhaftet.

CHP-Parteivorsitzender Özgür Özel, der zuvor angekündigt hatte, Dilruba K. besuchen zu wollen, begab sich heute zum Gefängnis.

Nach dem Besuch gab Özel eine Presseerklärung ab:

"Erklärungen vor Gefängnissen gegen ungerechte Verhaftungen sind nicht das, was die Türkei verdient. Die Inhaftierung von Dilruba ist völlig rechtswidrig. Kampagnen zur Verhaftung zu starten, als ob Worte, die in ein Mikrofon gesprochen wurden, Ihre Regierung stürzen könnten, ist nichts anderes als ein Zeichen der Hilflosigkeit der Führung. Wir hoffen, dass sie bei der Anhörung freigelassen wird. Die Türkei muss aus diesen künstlichen Agenden herauskommen."

ERKLÄRUNG ZU KILIÇDAROĞLU: SIE MÜSSEN ÜBER MEINE LEICHE GEHEN

Özel äußerte sich auch zu dem Verfahren, das gegen den ehemaligen CHP-Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu eingeleitet wurde.

Özel erklärte dazu Folgendes:

"Wir haben gestern erfahren, dass eine Anklageschrift gegen unseren ehemaligen Vorsitzenden Kılıçdaroğlu erstellt wurde.

Die Strafanzeige gegen Kılıçdaroğlu ist eine Inszenierung der MHP, um ihre eigene Erschöpfung, den Verlust an Bedeutung und Ansehen in den Augen der Nation sowie die Tatsache, dass sie mit kriminellen Organisationen in Verbindung gebracht wird, zu vertuschen. Die gegen Kılıçdaroğlu verfasste Anklageschrift kann das Blut von Sinan Ateş nicht verdecken.

Für Kılıçdaroğlu ist das alles bedeutungslos. Wollen Sie ihn ins Gefängnis stecken? Um unseren ehemaligen Vorsitzenden ins Gefängnis zu bringen, müssen Sie über die Leiche des derzeitigen Vorsitzenden gehen. Ich fordere Sie heraus. Wenn sie Kılıçdaroğlu vor Gericht stellen wollen, werde ich mich an die Stelle setzen, an der er sitzen müsste (auf die Anklagebank)."

WAS WAR PASSIERT?

Gegen den ehemaligen CHP-Chef Kemal Kılıçdaroğlu wurde ein Verfahren eingeleitet. Für Kılıçdaroğlu, dem bis zu 3,5 Jahre Haft drohen, wurde zudem ein 'politisches Verbot' gefordert. Kılıçdaroğlus Anwalt Celal Çelik erklärte zu dem Verfahren: "Dass ein Strafverfahren auf der Grundlage von Äußerungen eingeleitet wurde, die denen ähneln, die von AKP-Mitgliedern verwendet wurden, zeigt den Zustand, in dem sich die Justiz befindet."