Özgür Özel antwortet auf den Aufruf der DEM-Partei zur „Kurdenfrage“

Der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, hatte in seiner heutigen Fraktionssitzung an die CHP appelliert und gefragt: „Wie wollt ihr die Kurdenfrage lösen? Bitte erklärt es.“ CHP-Parteichef Özgür Özel antwortete darauf: „Diese Partei wird nicht bei Devlet Bey um Erklärungen bitten, um ihren eigenen Nationalismus zu beweisen, um zu sprechen. Diese Partei wird nicht auf einen Aufruf der DEM warten, um eine demokratische Öffnung vorzunehmen.“

12punto

CHP-Parteichef Özgür Özel äußerte sich bei der Fraktionssitzung seiner Partei mit bemerkenswerten Worten.

Er reagierte auch auf den Aufruf der DEM-Partei an die CHP, ihr Schweigen zur Kurdenfrage zu brechen.

Özel sagte: „Was diesen Prozess selbst betrifft, nun, 'was wird die CHP sagen?'. Was auch immer die CHP sagt, sie wird es aus eigener Überzeugung sagen. Sie wird nicht mit dem Mund von Kommentatoren im Fernsehen sprechen, die auswendig gelernte Phrasen mit bestimmten Absichten und Kalkülen oder ohne jegliches Konzept von sich geben, sondern mit dem Mund ihres Parteichefs, ihrer Sprecher und Abgeordneten.

Diese Partei wird nicht bei Devlet Bey um Erklärungen bitten, um ihren eigenen Nationalismus zu beweisen, um zu sprechen. Diese Partei wird nicht auf einen Aufruf der DEM warten, um eine demokratische Öffnung vorzunehmen. Diese Partei wird nächste Woche mit ihrem Parteichef und einer starken Delegation in Diyarbakır, Mardin, Şırnak und Van sein.

Diese Partei ist nicht dort, damit Fäuste geballt werden, sondern damit sich die Hände reichen. Diese Partei ist nicht dort, damit die Hoffnung auf ein Ende der Tränen stirbt, damit die Konflikte weitergehen und Mütter weiterhin weinen, sondern damit das Wertvollste auf der Welt, die Tränen der Mütter, aufhören. Diese Partei handelt, damit keine Märtyrer mehr fallen, damit es keine Ausrede mehr gibt, den Menschen dort aufgrund von Terrorismus keine Dienste zu erweisen, damit sich alle Bürger dieses Landes auch faktisch so frei fühlen, wie es in der Verfassung steht, und sich als ehrenwerte und gleichberechtigte Bürger dieser Nation betrachten. Damit sich der Kurde nicht weniger gleich fühlt als der Türke, der Alevit nicht weniger als der Sunnit – was auch immer zu tun ist, wir werden es mutig tun, daran soll niemand zweifeln. Wir werden weder das tun, was Devlet Bey uns vorschreibt, noch das, was uns der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei vorgibt. Wir werden weder etwas tun, das die angeblichen Sorgen von Devlet Bey rechtfertigt, noch werden wir uns mit Verweisen auf die Vergangenheit bei irgendjemandem anbiedern. Wir werden alles tun, was nötig ist, für die Brüderlichkeit von Kurden, Türken, Aleviten und Sunniten in diesem Land und damit die Tränen der Mütter aufhören.“