Özgür Özel mit nachdenklichem Beitrag zum Jahrestag der Erdbebenkatastrophe vom 6. Februar
CHP-Parteivorsitzender Özgür Özel teilte anlässlich des Jahrestages der Erdbeben vom 6. Februar auf seinem X-Account eine Gedenkbotschaft sowie ein Video, das Ausschnitte aus der Zeit der Erdbeben zeigt.
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In einer Notiz zu dem Video nahm Özgür Özel auch Bezug auf die Rede des AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Erdoğan in Hatay und erklärte: "Unser Schmerz kannte keine Trennung".
"UNSER SCHMERZ KANNTE KEINE TRENNUNG"
Özel schrieb in seiner Botschaft: "Es ist ein Jahr her, doch es fühlt sich an wie gestern. Es ist, als hätte ich Tausende Mütter, Tausende Väter, Tausende Freunde, Kinder und Weggefährten verloren. Unser Schmerz kannte keine Trennung... Wir werden immer versuchen, gemeinsam zu heilen. Wir gedenken all unserer verlorenen Seelen mit Barmherzigkeit."
Das Video beginnt mit Funksprüchen: "Im Viertel Beyazıtlı sind zahlreiche Gebäude eingestürzt. Die Nachbeben halten an. Zentrale; Ebrar-Siedlung. Das Gebäude ist eingestürzt." Im weiteren Verlauf des Videos ist ein Nachrichtensprecher zu hören: "Heute ist der 6. Februar 2023, ein Montag. Ein schwieriger Morgen, ein schwerer Morgen."
Auch die Aussage eines Erdbebenopfers wurde in das Video aufgenommen: "Wo ist das Krisenmanagement? Wo? Sie sind alle gestorben, die Kinder sind alle gestorben."
Im Video wurden die Worte des AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Erdoğan vom vergangenen Wochenende in Hatay zitiert: "Wenn die Zentralregierung und die Kommunalverwaltung nicht an einem Strang ziehen, wenn keine Solidarität herrscht, dann kommt in dieser Stadt nichts an." Darauf folgte die Antwort von Özgür Özel bei der Fraktionssitzung in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM): "Wir haben in der ersten Woche nach dem Erdbeben eine unglaubliche Koordinationslosigkeit in der Türkei gesehen, eine Arroganz, die an Verrat grenzt, Angst und die großen Verluste, die durch die getroffenen Entscheidungen entstanden sind."
Im weiteren Verlauf des Videos wurde über die Hilfsleistungen der Stadtverwaltungen von Istanbul, Ankara, Izmir, Eskişehir, Antalya, Muğla, Adana, Tekirdağ und Mersin in die Erdbebenregion berichtet. Zudem war ein Foto eines Plakats mit der Aufschrift "Eines Morgens geht die Sonne auf. Wir bauen diese Stadt mit Ziegeln aus Liebe wieder auf" zu sehen.
Im Video wurde festgehalten:
"Es gab einen Weg. Von Istanbul nach Hatay, von Ankara nach Maraş, von Izmir nach Malatya, Adıyaman, Antep... Ein Weg, der sich über so viele Orte erstreckte. Es gab einen Weg der Heilung. Ein Weg, der durch Einheit führt. Denn so haben wir es gemacht. Wir haben den Schmerz gemeinsam geteilt. Wir haben uns gegenseitig die Hand gereicht, um die Wunden zu heilen.
Wir haben uns aufeinander gestützt, um wieder aufzustehen. Wir haben Tag und Nacht versucht, zu heilen. Denn es gab keinen anderen Weg. Es brauchte eine befreundete Stadt an der Seite, eine befreundete Hand. So haben wir es getan. Mit einer Solidarität, die tausend Schultern trugen, sind wir auf diesem Weg immer Seite an Seite, immer gemeinsam."
Das Video endete mit den Worten: "Wir gedenken all unserer Seelen, die wir bei den Erdbeben vom 6. Februar verloren haben, mit Barmherzigkeit."