Aussagen bringen Özlem Çerçioğlu in Bedrängnis: Geständnis zu Spenden und Umfragegeldern
Während die Debatten über Ausschreibungen der Stadtverwaltung Aydın, die mit Aziz İhsan Aktaş in Verbindung stehen – von der Staatsanwaltschaft als Anführer einer kriminellen Vereinigung eingestuft –, andauern, hat der ehemalige Leiter der Umweltschutzabteilung, İbrahim Gürdal, neue Details in den Fall eingebracht. Gürdal bestätigte die Vorwürfe über Spenden und Zahlungen für Umfragen durch den Geschäftspartner von Aktaş; er gab an, dass seine Aussage bisher nicht aufgenommen wurde und dies mit dem Wechsel von Özlem Çerçioğlu zur AKP zusammenhängen könnte.
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Die Ausschreibungen der Stadtverwaltung Aydın sind durch den Namen Aziz İhsan Aktaş, den die Staatsanwaltschaft als Anführer einer kriminellen Vereinigung bezeichnet, erneut in den Fokus gerückt. Die Behauptungen, dass die mit Aktaş verbundenen Ausschreibungen bis in die Amtszeit der zur AKP gewechselten Bürgermeisterin von Aydın, Özlem Çerçioğlu, zurückreichen, haben in der Öffentlichkeit für Diskussionen gesorgt.
DIE VON ÖZGÜR ÖZEL AUFGEWORFENE UMFRAGE-BEHAUPTUNG
Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel hatte in früheren Erklärungen behauptet, dass Çerçioğlu die Kosten für eine Umfragestudie von Aktaş habe bezahlen lassen. Diese Vorwürfe kamen im Zuge der im Rahmen der Ermittlungen gemachten Aussagen erneut zur Sprache.
Der Halktv.com.tr-Autor İsmail Saymaz erklärte in einer Sendung auf Halk TV, dass er nach den Aussagen von Baki Nugay, dem Geschäftspartner von Aktaş, mit İbrahim Gürdal gesprochen habe, der zum Zeitpunkt der Ereignisse als Leiter der Umweltschutzabteilung der Stadtverwaltung Aydın tätig war.
„WAS NUGAY ERZÄHLT, IST WAHR“
Gürdal, der mit Saymaz sprach, erklärte, dass er die Vorwürfe, die Nugay bei der Staatsanwaltschaft erhoben hat, bestätige. Gürdal berichtete, dass Nugay ihm gegenüber geäußert habe, dass auf Anweisung von Özlem Çerçioğlu Spenden und Zahlungen gefordert worden seien.
Gürdal betonte, dass seine Aussage zu diesem Thema bisher nicht aufgenommen worden sei, und vermutete, dass dies mit dem Wechsel von Çerçioğlu zur AKP zusammenhängen könnte. Gürdal sagte: „Meine Aussage wurde nicht aufgenommen. Das könnte an Özlem Çerçioğlus Parteienwechsel liegen.“
SPENDENBEHAUPTUNG: „ZAHLUNG IN DREI PHASEN ERFOLGT“
In seiner Erklärung gegenüber Saymaz bestätigte İbrahim Gürdal, dass das Unternehmen von Baki Nugay Umwelt-Ausschreibungen von der Stadtverwaltung Aydın erhalten habe. Gürdals Schilderungen zufolge wies Özlem Çerçioğlu an, Spenden an den Verein Aydın 1923 zu leisten, da sie der Ansicht war, dass die Firmen in Aydın erhebliche Einnahmen erzielten.
Gürdal gab an, dass Nugay auf diese Anweisung hin eingeladen wurde und das Unternehmen in drei separaten Phasen Spenden an den Verein Aydın 1923 leistete. Gürdal berichtete, dass als Gegenleistung für diese Spenden das Werbeschild der Reinigungsfirma von Nugay im Aydınspor-Stadion aufgehängt wurde.
„OHNE ANWEISUNG DER BÜRGERMEISTERIN GEHT NICHTS“
Auf die Frage von Saymaz, von wem die Idee mit dem Werbeschild stammte, gab Gürdal eine bemerkenswerte Antwort. Obwohl Gürdal zunächst sagte, die Forderung sei von ihnen ausgegangen, fügte er später hinzu: „Natürlich auf Wunsch der Bürgermeisterin. Ohne den Wunsch der Bürgermeisterin geht das nicht.“
Gürdal erklärte, dass für die Spenden Quittungen ausgestellt wurden, und behauptete, Çerçioğlu habe gesagt: „Diese Leute verdienen Geld in Aydın, sie sollen eine Werbetafel sponsern. Sie sollen einen Beitrag zu Aydınspor leisten.“
„DIESEN MONAT SOLL DIE REINIGUNGSFIRMA ZAHLEN“
İsmail Saymaz teilte zudem Gürdals Ausführungen zu der von Özgür Özel thematisierten Umfrage-Behauptung. Gürdal sagte, dass die Stadtverwaltung jeden Monat bei einem Meinungsforschungsinstitut Umfragen zur städtischen Zufriedenheit in Auftrag gebe.
Gürdals Schilderungen zufolge gab Özlem Çerçioğlu eines Monats die Anweisung: „Diesen Monat soll die Reinigungsfirma die Kosten dafür übernehmen, damit kein Geld aus dem Budget der Stadtverwaltung abfließt.“
„DIE ANWEISUNG KAM VON DER BÜRGERMEISTERIN“
Gürdal erklärte, dass die Umfragestudie nicht zu Wahlzwecken diente, sondern die Zufriedenheit mit städtischen Dienstleistungen wie Reinigung, Parks und Gärten gemessen wurde. Gürdal betonte, dass diese Umfrage auf legalem Wege durchgeführt wurde, und sagte, dass die Kosten in dem betreffenden Zeitraum auf die Firma abgewälzt wurden, um keine Zahlungen aus dem städtischen Haushalt leisten zu müssen.
Auf die Frage von Saymaz: „Geschah auch das auf Wunsch der Bürgermeisterin?“, antwortete Gürdal: „Ja, auch das geschah auf Wunsch der Bürgermeisterin. Es wurde die Anweisung gegeben, dass kein Geld aus dem Budget abfließen soll und die Firma es selbst erledigen soll.“
İbrahim Gürdal wiederholte, dass bezüglich seiner Person keine Aussageaufnahme stattgefunden habe, und äußerte erneut die Vermutung, dass dies mit dem politischen Wechsel zusammenhängen könnte. Gürdal sagte: „Unsere Aussage wurde diesbezüglich nicht aufgenommen. Das könnte an Özlem Çerçioğlus Parteienwechsel liegen.“