Pakistan gibt an, bei Luftangriffen auf Afghanistan Sicherheitsbedrohungen ins Visier genommen zu haben

Kampfjets der pakistanischen Luftwaffe hatten Luftangriffe auf Gebiete in der afghanischen Provinz Paktika nahe der Grenze zwischen den beiden Ländern durchgeführt. Pakistan gab bekannt, dass es mit diesen Luftangriffen auf afghanischem Boden "Sicherheitsbedrohungen" ins Visier genommen habe.

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Die Sprecherin des pakistanischen Außenministeriums, Mumtaz Zahra Baloch, beantwortete bei ihrer wöchentlichen Pressekonferenz in der Hauptstadt Islamabad Fragen von Journalisten. Baloch erklärte, dass aufgrund der Bedrohung der Sicherheit pakistanischer Bürger eine aufrichtungsbasierte Operation gegen "Sicherheitsbedrohungen" durchgeführt wurde, die sich in Afghanistan positioniert hatten.

Baloch betonte, dass man die territoriale Integrität und Souveränität Afghanistans respektiere, und unterstrich, dass der Schutz der eigenen Bürger die oberste Priorität Pakistans sei. In Bezug auf die Ziele auf afghanischem Boden sagte Baloch: "Es gab Bedrohungen durch terroristische Elemente, die sich gegen Pakistan und seine Bürger richteten."

Baloch wies die Vorwürfe zurück, dass bei den Angriffen Zivilisten ins Visier genommen worden seien, nannte jedoch keine Details dazu, gegen welche Gruppe die Operation gerichtet war.

Andererseits wurde in pakistanischen Medien behauptet, dass die Operation gegen Lager der Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP) auf afghanischem Boden durchgeführt wurde.


AFGHANISTAN MELDET 46 ZIVILE TOTE

Am 24. Dezember hatten Kampfjets der pakistanischen Luftwaffe Luftangriffe auf Gebiete in der afghanischen Provinz Paktika nahe der Grenze zwischen den beiden Ländern durchgeführt. Die afghanische Regierung reagierte scharf auf die Angriffe und erklärte, dies verstoße gegen internationale Normen und werde "nicht unbeantwortet bleiben". Afghanische Behörden gaben bekannt, dass bei den Angriffen Zivilisten ins Visier genommen wurden und 46 Zivilisten, darunter überwiegend Frauen und Kinder, ihr Leben verloren hätten. Zudem hatte das Außenministerium der afghanischen Übergangsregierung den pakistanischen Geschäftsträger in Kabul einbestellt, um seinen Protest auszudrücken.


PAKISTANS TERRORPROBLEM

In den an Afghanistan grenzenden pakistanischen Provinzen Khyber Pakhtunkhwa und Belutschistan ist es in den letzten Jahren zu einem deutlichen Anstieg von Terroranschlägen gekommen.

In beiden Provinzen verüben bewaffnete Gruppen, die behaupten, die Rechte der ethnischen Gruppen der Paschtunen und Belutschen zu verteidigen, Angriffe auf pakistanische Sicherheitskräfte und Zivilisten.

Während Islamabad argumentiert, dass die TTP, die hauptsächlich Angriffe in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa verübt, in Afghanistan stationiert sei und ihre Angriffe von dort aus organisiere, weist die afghanische Regierung diese Vorwürfe zurück.

Bereits in der Vergangenheit hatte die pakistanische Armee TTP-Stützpunkte in den afghanischen Provinzen Chost, Paktia und Kunar angegriffen, was zu Spannungen zwischen den Regierungen beider Länder geführt hatte.