Das Parlament nimmt am 1. Oktober die Arbeit auf: Wirtschaft, neue Verfassung und Öffnungsprozess stehen auf der Agenda
Nach einer rund dreimonatigen Pause öffnet das Parlament am 1. Oktober wieder seine Türen. Das erste Thema auf der Tagesordnung wird die Präsentation des Zentralbankpräsidenten Fatih Karahan vor dem Planungs- und Haushaltsausschuss sein.
12punto
Die Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) wird ihre Arbeit nach einer rund dreimonatigen Pause am 1. Oktober wieder aufnehmen. Wie Besti Karalar von Ekonomim berichtet, trifft die AKP letzte Vorbereitungen für die ersten gesetzlichen Regelungen, die sie im Oktober dem Parlament vorlegen will.
In der neuen Legislaturperiode werden Wirtschaft, Verfassungsdebatten, Sozialpolitik und außenpolitische Entwicklungen die Agenda des Parlaments bestimmen. Es werden intensive Debatten zwischen der Regierung und der Opposition erwartet.
ZENTRALBANK-PRÄSENTATION VOR DEM PLANUNGS- UND HAUSHALTSAUSSCHUSS
Der Planungs- und Haushaltsausschuss, der gesetzgeberisch aktivste Ausschuss des Parlaments, beginnt das neue Legislaturjahr mit der Präsentation des Zentralbankpräsidenten. Der Ausschuss wird am 7. Oktober unter dem Vorsitz des AKP-Abgeordneten für Samsun, Mehmet Muş, zusammentreten.
Der Präsident der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB), Fatih Karahan, wird in seiner Präsentation am Dienstag, dem 7. Oktober, Einschätzungen zu globalen Entwicklungen, der türkischen Wirtschaft, der Inflation und der Geldpolitik abgeben. Insbesondere Zinsentscheidungen und die Inflation dürften zu den bemerkenswertesten Themen der Sitzung gehören.
ÖFFNUNGSKOMMISSION
Die Agenda der TBMM wird sich nicht nur auf die Wirtschaft beschränken. Die Kommission für nationale Solidarität, Brüderlichkeit und Demokratie, die im Rahmen des neuen Öffnungsprozesses unter dem Namen „Türkei ohne Terror“ gegründet wurde, wird ihre Arbeit im Oktober ohne Unterbrechung fortsetzen. Es ist geplant, dass die Kommission die Gespräche mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen bis Oktober abschließt.
Mit dem neuen Legislaturjahr wird erwartet, dass auch gesetzliche Regelungen zu diesem Prozess zur Diskussion gestellt werden.