Parlamentsausschuss für digitale Medien tritt zur Instagram-Agenda zusammen
Der Vorsitzende des Ausschusses für digitale Medien der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM), Hüseyin Yayman, erklärte, dass die Verhandlungen über die Zugangssperre für Instagram andauern, und kündigte an, dass der Ausschuss dieses Thema in den kommenden Tagen behandeln werde.
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Der Vorsitzende des Ausschusses für digitale Medien der TBMM und AKP-Abgeordneter für Hatay, Hüseyin Yayman, sagte: "Der Ausschuss für digitale Medien der TBMM wird noch in dieser Woche oder zu Beginn der nächsten Woche mit der 'Instagram'-Agenda zusammentreten."
Hüseyin Yayman äußerte sich in einer Bewertung zur Verhängung der Zugangssperre für Instagram.
Yayman informierte darüber, dass die Verhandlungen andauern, und sagte:
'Aussagen wie 'Instagram wurde heute geöffnet' oder 'Instagram wird um diese Uhrzeit geöffnet' erhöhen die Erwartungen nur noch mehr. Das führt dazu, dass die Parteien in eine andere psychologische Verfassung geraten. Wenn Instagram sofort geöffnet werden soll, warum sollte es sich dann bei der Einhaltung der Forderungen des Staates der Republik Türkei so verhalten? Es wird eine Verhandlung geführt. Es wird eine 'digitale Diplomatie' betrieben. Diese digitale Diplomatie erfordert naturgemäß, ergebnisorientierter zu sein und dieses Thema abseits der Bildschirme zu behandeln. Ich bin der Überzeugung, dass dieses Problem viel einfacher gelöst werden kann, wenn Instagram und Meta die Regeln in der Türkei einhalten.'
Yayman erinnerte daran, dass sie die Meta-Vertreter bereits zweimal im Ausschuss für digitale Medien der TBMM angehört und die Forderungen nach der Eröffnung einer Repräsentanz in der Türkei geäußert hätten. Er sagte, dass diese die Forderungen positiv aufgenommen hätten und auf die Fragen der Abgeordneten überzeugende und aufrichtige Antworten gegeben hätten.
'EIGENTLICH IST DER EISBERG IM HINTERGRUND'
Yayman erklärte, dass sie auch für den weiteren Prozess Forderungen bezüglich der Doppelmoral hätten, und äußerte sich wie folgt:
"Digitale Netzwerke sind Orte, an denen sich jeder frei ausdrücken kann. Es ist absolut nicht richtig, diesen Bereich mit ideologischen, religiösen und wertgeladenen Konzepten auf eine andere Weise zu behandeln. In digitalen Netzwerken, allen voran bei Meta, geht es um Gewalt gegen Frauen, Sexualstraftaten, virtuelles Glücksspiel... Wir sprechen eigentlich über die Ismail-Haniyeh-Angelegenheit, aber eigentlich ist der Eisberg im Hintergrund. Sexuelle Inhalte, Kampf gegen Sucht, Verbreitung und Verherrlichung von Drogen, Cybermobbing bei Jugendlichen, Ausgrenzung, Hassverbrechen... Leider spricht weder die Türkei noch die Welt darüber. Sie betrachten das Thema aus einem ganz anderen Blickwinkel.
Unser grundlegender Ansatz ist folgender: Wir als Regierung sind gegen Zensur und Verbote. Die Republik Türkei ist ein Rechtsstaat. Wir möchten, dass sich alle Netzbetreiber im Einklang mit dem Recht der Türkei verhalten. Wir wollen auf keinen Fall eine Doppelmoral. Es ist absolut nicht richtig, dass einerseits Beiträge von Terrororganisationen und andererseits LGBT-Beiträge sowie die Entgeschlechtlichung gefördert werden, während Beiträge über eine Person wie Ismail Haniyeh, der diese Gesellschaft Werte beimisst, zensiert werden. Wir sind der Meinung, dass die Verhandlung gemäß ihren Regeln ablaufen sollte."
AUSSCHUSS TRITT ZUSAMMEN
Bezüglich der Einberufung des Ausschusses für digitale Medien der TBMM merkte Yayman an:
"Ich führe als Ausschussvorsitzender Gespräche mit unseren Abgeordneten. Der Ausschuss für digitale Medien der TBMM wird in Kürze, noch in dieser Woche oder zu Beginn der nächsten Woche, mit der Instagram-Agenda oder einer digitalen Agenda zusammentreten. Unser Ausschuss ist nach dem Verfassungsausschuss, dem Justizausschuss sowie dem Planungs- und Haushaltsausschuss der Ausschuss, der am häufigsten tagt. Wir haben TikTok viermal angehört. Wir haben auch andere Netzbetreiber angehört und werden dies auch weiterhin tun. Wir glauben, dass diese Gespräche die wichtigste Voraussetzung für die digitale Verhandlung sind. Wir haben die Meta-Vertreter bereits früher angehört. Wenn unsere Ausschussmitglieder und Abgeordneten sagen, dass auch die Meta-Vertreter kommen sollen, werden wir sie ebenfalls einladen. Derzeit gibt es eine solche Forderung nicht."