Pestizid-Alarm bei Exporten nach Europa

In nach Bulgarien exportierten Paprika wurden Pestizidrückstände über den Grenzwerten festgestellt, in Nektarinen für Kroatien ein hoher Nickelgehalt.

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Einige aus der Türkei in europäische Länder exportierte Agrarprodukte sind im Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) der Europäischen Union aufgefallen. Bei den Kontrollen wurden in einigen Lieferungen chemische Rückstände festgestellt, die über den gesetzlich zulässigen Grenzwerten lagen.

In den von Bulgarien übermittelten Meldungen wurde festgehalten, dass in frischen Paprika aus der Türkei mehrere Pestizidrückstände nachgewiesen wurden. Bei der Kontrolle der Lieferung wurden Emamectin, Formetanat und Tebufenpyrad identifiziert; die Ware wurde an der Grenze gestoppt und durfte nicht auf den Markt der Europäischen Union gelangen.

In den Meldungen stachen insbesondere die Rückstände von Formetanat und Tebufenpyrad hervor. In den RASFF-Aufzeichnungen zeigte sich, dass es bereits zuvor ähnliche Pestizidwarnungen für Paprika türkischen Ursprungs gegeben hatte.

In einer weiteren Meldung aus Bulgarien wurde in aus der Türkei importierten Gemüsepaprika Chlorpyrifos-methyl nachgewiesen. Die in dem betroffenen Produkt festgestellte Menge lag den Angaben zufolge beim Zehnfachen des gesetzlichen Grenzwerts.

Eine weitere Warnung bezüglich Produkten, die aus der Türkei nach Europa exportiert wurden, kam aus Kroatien. Kroatien meldete dem RASFF-System am 19. August 2026, dass in Nektarinen türkischen Ursprungs ein hoher Nickelgehalt festgestellt wurde.

Das RASFF wird von den Ländern der Europäischen Union genutzt, um Risiken für die Lebens- und Futtermittelsicherheit schnell auszutauschen. Meldungen in diesem System können dazu führen, dass Produkte bei Grenzkontrollen gestoppt oder am Marktzugang gehindert werden.