Plädoyer im Prozess gegen Kerimcan Durmaz veröffentlicht! Haftstrafe gefordert...

Im Prozess gegen den Social-Media-Phänomen Kerimcan Durmaz, dem vorgeworfen wird, durch Werbung für illegale Wetten Menschen dazu angestiftet zu haben, wurde das Plädoyer verlesen. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von bis zu 5 Jahren und 3 Monaten für Durmaz.

İHA

Der Prozess gegen den Social-Media-Phänomen Kerimcan Durmaz, der am 8. Januar wegen des Vorwurfs, durch Werbung für illegale Wetten Menschen dazu angestiftet zu haben, festgenommen und am 20. Februar wieder aus der Haft entlassen wurde, wurde fortgesetzt.

Bei der Verhandlung vor dem 23. Strafgericht erster Instanz in Istanbul waren die Anwälte beider Seiten anwesend.

PLÄDOYER VERÖFFENTLICHT: FORDERUNG NACH BIS ZU 5 JAHREN UND 3 MONATEN HAFT

In seinem Plädoyer zur Sache forderte der Staatsanwalt, den Angeklagten Durmaz wegen des Tatbestands der „Anstiftung von Personen zur Teilnahme an festen oder gemeinsamen Wetten oder Glücksspielen auf Basis von Sportereignissen durch Werbung oder auf andere Weise“ in Tateinheit zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten bis zu 5 Jahren und 3 Monaten zu verurteilen.

VERHANDLUNG VERTAGT

Das Gericht verkündete seinen Zwischenbeschluss und vertagte die Verhandlung, um der Verteidigung des Angeklagten Zeit zu geben, sich auf das vorgelegte Plädoyer vorzubereiten.

AUS DER ANKLAGESCHRIFT

In der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft erstellten Anklageschrift tritt die Spor Toto-Direktion als „Geschädigte“ auf, während Kerimcan Durmaz als „Beschuldigter“ geführt wird. In der Anklageschrift wird festgehalten, dass Durmaz durch die Teilnahme an Werbespots für illegale Wettseiten, die mit seinem Wissen gedreht wurden, Menschen zum Glücksspiel angestiftet habe. Da Durmaz über eine große Anzahl an Followern verfüge und ein großes Publikum anspreche, stellten seine Handlungen eine Gefahr dar; er habe illegale Wetten und Glücksspiele gefördert, sie in der Gesellschaft normalisiert und der Allgemeinheit geschadet.

"WIE ETWA CASINOS UND SO"

In der Anklageschrift wird zudem vermerkt, dass der Beschuldigte Durmaz zwar die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestreite, die Untersuchung der entsprechenden Aufnahmen jedoch zeige, dass er sich in dem Moment umdrehte, als die Werbung für die illegalen Wettseiten auf einem LED-Bildschirm eingeblendet wurde. Es widerspreche dem gewöhnlichen Lauf des Lebens, dass er die auf den Bildschirmen gezeigten Inhalte nicht gesehen habe; zudem habe er in diesem Moment Äußerungen wie „wie etwa Casinos und so“ getätigt.

FORDERUNG NACH BIS ZU 5 JAHREN UND 3 MONATEN HAFT

In der Anklageschrift wurde für den Beschuldigten Kerimcan Durmaz wegen des Tatbestands der „Anstiftung von Personen zur Teilnahme an festen oder gemeinsamen Wetten oder Glücksspielen auf Basis von Sportereignissen durch Werbung oder auf andere Weise“ in Tateinheit eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten bis zu 5 Jahren und 3 Monaten gefordert.