Plan für die von der Terrororganisation PKK zu übergebenden Waffen steht fest
Details zu einem neuen Verfahren für die Registrierung und Zustandsbestimmung der Waffen und Munition, die im Rahmen des Entwaffnungsprozesses der Terrororganisation PKK übergeben werden sollen, sind bekannt geworden. Nach der Bestandsaufnahme ist geplant, die Waffen im Rahmen von Nutzung, Recycling, Verkauf oder Tausch zu behandeln.
12punto
Nachdem das Rahmengesetz im Rahmen des zweiten Öffnungsprozesses namens „Terrorfreies Türkiye“, den die Volksallianz (Cumhur İttifakı) mit der DEM-Partei und dem Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, führt, in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) verabschiedet wurde, richten sich die Augen auf die nächsten Schritte des Prozesses.
In diesem Zusammenhang hat sich ein neues Verfahren herauskristallisiert, wie mit den Waffen und der Munition umgegangen werden soll, die die Terrororganisation PKK im Zuge des Entwaffnungsprozesses übergeben wird. Laut einem Bericht der regierungsnahen Zeitung Yeni Şafak zielt der Prozess nicht nur auf die Entgegennahme ab, sondern auch darauf, zu verhindern, dass sich im Besitz der Organisation befindliche Waffen in andere Regionen transportiert oder an andere Strukturen weitergegeben werden.
Es wird erwartet, dass das nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der nationalen Solidarität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts gebildete Überwachungs-, Koordinierungs- und Umsetzungsgremium die Feldarbeiten verfolgt. Es heißt, dass das Gremium die Identifizierungs- und Bestätigungsaktivitäten während des Entwaffnungsprozesses koordinieren wird.
In der neuen Praxis wird für die Waffen und Munition, die unter Aufsicht des MİT an die Einheiten des Verteidigungsministeriums übergeben werden, eine detaillierte Bestandsaufnahme erstellt. Die im Feld entgegengenommene Menge wird mit den Daten der Nachrichtendienste abgeglichen. Auf diese Weise soll untersucht werden, ob es Diskrepanzen zwischen den übergebenen Waffen und den Waffen gibt, von denen angenommen wird, dass sie sich im Besitz der Organisation befinden.
BEWERTUNG IN DREI KATEGORIEN
Nach der Bestandsaufnahme ist geplant, die Waffen und Munition in drei getrennte Gruppen einzuteilen. Es wird erklärt, dass unbenutzte oder technisch einsatzfähige Waffen nach den erforderlichen Kontrollen vom Verteidigungsministerium in den Bestand der Türkischen Streitkräfte aufgenommen werden können. Es wird darauf hingewiesen, dass in dieser Gruppe auch Drohnensysteme sowie konventionelle Waffen, die den NATO-Standards entsprechen, enthalten sein könnten.
Für Waffen und Munition, die für den militärischen Gebrauch nicht geeignet sind, aber einen Recyclingwert besitzen, steht das Einschmelzen oder die Zuführung zum Recycling durch andere Methoden auf der Tagesordnung.
Es wird mitgeteilt, dass diese Materialien bei den Arbeiten öffentlicher Institutionen, insbesondere des Ministeriums für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel, des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft sowie des Ministeriums für Industrie und Technologie, verwertet werden könnten.
In der dritten Gruppe sollen voraussichtlich Waffen landen, deren Einsatz in der Türkei nicht geplant ist, die aber für einen Verkauf oder Tausch als geeignet erachtet werden. Zu den Optionen gehört, diese Waffen so zu verkaufen, dass sie Einnahmen für das Finanzministerium generieren, oder sie gegen Waffen und Munition aus den Beständen anderer Länder einzutauschen.
Mit dem Plan wird angestrebt, alle entgegengenommenen Waffen zu registrieren, die einsatzfähigen zu bewerten und die übrigen durch Recycling, Verkauf oder Tausch zu verwerten.