Politik und Wirtschaft treffen sich beim 50-jährigen Jubiläumskonzert von Limak in Bodrum: Akbelen-Debatte wieder aktuell

Einem Bericht von Sol Haber zufolge sorgte das 50-jährige Jubiläumskonzert von Limak in Bodrum aufgrund der Gästeliste und der Vorgeschichte in Akbelen für Gesprächsstoff.

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Das Konzert anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Limak Holding im antiken Theater von Bodrum stand nicht nur wegen des Programms auf der Bühne im Fokus, sondern auch aufgrund der anwesenden Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Wie Sol Haber berichtet, trat das Limak Philharmonie Orchester unter der Leitung von Dirigent Darko Butorac auf, begleitet von Tenor Murat Karahan und Sopranistin Tamara Radjenovic.

Zu den geladenen Gästen zählten neben dem Ehrenvorsitzenden der Limak Holding, Nihat Özdemir, und der Vorstandsvorsitzenden der Limak Holding, Ebru Özdemir, auch der AKP-Sprecher Ömer Çelik, der Vorstandsvorsitzende der Demirören Holding, Yıldırım Demirören, der ehemalige EU-Minister Volkan Bozkır, das TFF-Vorstandsmitglied Hasan Surözü, der Gründungsvorsitzende der Aksoy Holding, Erdal Aksoy, Prof. Dr. Osman Müftüoğlu, Gani Müjde sowie der Vorstandsvorsitzende von Kütahya Porselen, Nafi Güral.

Eine Aufnahme vom 50-jährigen Jubiläumskonzert der Limak Holding im antiken Theater von Bodrum.

PROTOKOLL-LISTE SORGT FÜR AUFMERKSAMKEIT

In dem Bericht wurde hervorgehoben, dass AKP-Sprecher Ömer Çelik neben Nihat Özdemir und Yıldırım Demirören saß; zudem wurden Finanzminister Mehmet Şimşek, seine Ehefrau Esra Şimşek und Ebru Özdemir gemeinsam bei der Veranstaltung gesehen. Auch der Präsident der Zentralbank, Fatih Karahan, war zusammen mit seiner Ehefrau unter den Gästen.

Es wurde daran erinnert, dass Ertuğrul Özkök in seinem Artikel über das Konzert erwähnte, dass Nihat und Ebru Özdemir anwesend waren und in der Konzertpause eine kurze Anekdote zum Ergebnis des Fenerbahçe-Spiels einfloss. Sol Haber betonte, dass der Abend aus Sicht von Politik, Bürokratie und Wirtschaftskreisen besonders bemerkenswert war.

Dem Bericht zufolge trat auch Mira Karahan, die Tochter des Zentralbankpräsidenten Fatih Karahan, mit einer Klavierdarbietung auf.
Wie Sol Haber berichtet, waren zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Bürokratie und Wirtschaft anwesend.

Unter Bezugnahme auf einen Bericht von Necla Dalan von Patronlar Dünyası wurde vermerkt, dass auch der Inhaber von Club Flipper, Ahmet Bayer, und der ehemalige Generaldirektor der Denizbank, Hakan Ateş, unter den Gästen waren. Es wurde daran erinnert, dass gegen Bayer nach der Aufhebung des Freispruchs im Fall um den Tod des Models Aslı Baş durch den Kassationsgerichtshof erneut ermittelt wird, während Ateş im Zuge des Falls Seçil Erzan in die öffentliche Kritik geraten war.

KONZERTEINNAHMEN UND AKBELEN-DEBATTE

In ihrer Rede während des Abends erklärte Ebru Özdemir, Vorstandsvorsitzende der Limak Unternehmensgruppe und der Limak-Stiftung, dass man sich entschieden habe, das 50-jährige Jubiläum nicht mit einer einzigen Feier zu begehen, sondern sich stattdessen auf die „verbindende Kraft der Musik“ zu konzentrieren. Es wurde bekannt gegeben, dass die Konzerteinnahmen dem Projekt „Ingenieurinnen der Türkei“ zugutekommen sollen.

In der Zusammenfassung von Sol Haber wurde dieser Fokus auf soziale Verantwortung jedoch in den Kontext der Ereignisse in Akbelen gestellt. Aufgrund der Bergbauaktivitäten von Limak in der Region waren die Abholzungen im Wald von Akbelen und der Widerstand der Dorfbewohner seit langem Gegenstand öffentlicher Debatten.

Die Akbelen-Aktivistin Esra Işık wurde mit einem Plakat abgelichtet, auf dem „Rühre meine Luft, mein Wasser, meinen Boden nicht an“ steht.

Der Bericht erinnerte daran, dass die Akbelen-Aktivistin Esra Işık während ihres Einsatzes für ihr Land und ihr Dorf 42 Tage im Gefängnis verbrachte, nachdem ihr „Widerstand gegen die Ausübung der Amtspflicht“ vorgeworfen wurde. In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass die Botschaften des Unternehmens zur Förderung von Kultur, Kunst und Ingenieurinnen im Lichte des Umweltkampfes in Akbelen diskutiert werden.

Ein weiterer Kritikpunkt an Limak und Ebru Özdemir betraf den Anspruch auf Repräsentation im Bereich des Naturschutzes. Es wurde daran erinnert, dass Ebru Özdemirs Mitgliedschaft im Kuratorium des WWF Türkei während der Abholzungen in Akbelen für Diskussionen gesorgt hatte und die Stiftung diese Beziehung nach öffentlichem Druck mit der Begründung beendete, dass sie nicht mit den Prinzipien der beruflichen Aktivitäten von Özdemir vereinbar sei.

Der Bericht wies auch auf die Debatte zwischen Ebru Özdemirs WWF-Türkei-Mitgliedschaft und den Abholzungen in Akbelen hin.

Während das Konzert in Bodrum als kulturelles Programm und Wohltätigkeitsveranstaltung präsentiert wurde, argumentierte Sol Haber, dass der Abend im Kontext der VIP-Liste, der politischen Verbindungen und des Umweltkampfes in Akbelen betrachtet werden müsse. Damit ging die 50-Jahr-Feier von Limak über den kulturellen Rahmen hinaus und wurde zu einem Thema, an dem sich öffentliche, wirtschaftliche und ökologische Debatten kreuzen.