Politische Kontroverse beim Eurovision: Wird Israels Lied nicht akzeptiert?
Israels Plan, mit einem politisch aufgeladenen Lied am Eurovision Song Contest teilzunehmen, hat für Diskussionen gesorgt.
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Die Regierung in Tel Aviv plant, dass Israel am Eurovision Song Contest, der vom 7. bis 11. Mai im schwedischen Malmö stattfindet, mit dem Lied "October Rain" teilnimmt. Es wird darauf hingewiesen, dass sich das Lied, das von der Sängerin Eden Golan interpretiert werden soll, auf die israelischen Soldaten bezieht, die bei dem Angriff der Izz ad-Din al-Qassam-Brigaden, dem bewaffneten Arm der Hamas, am 7. Oktober ums Leben kamen.
Es ist bekannt, dass Länder, die mit Liedern, die politische Botschaften enthalten, am Eurovision Song Contest teilnehmen wollten, in der Vergangenheit ausgeschlossen wurden. Es wird berichtet, dass die Europäische Rundfunkunion (EBU) das Lied Israels derzeit prüft und über dessen Zulässigkeit entscheiden wird.
Sollte die EBU das Lied nicht akzeptieren, hat Israel das Recht, mit einem neuen Lied teilzunehmen. Dennoch erklärte der israelische staatliche Fernsehsender KAN, dass das Lied nicht geändert werde, falls das politisch aufgeladene Stück abgelehnt werden sollte, und dass Israel in diesem Fall nicht am Wettbewerb teilnehmen werde.
Der israelische Präsident Isaac Herzog sagte: "Es ist wichtig, dass Israel am Eurovision teilnimmt, und es ist auch wichtig, klug zu sein, nicht nur recht zu haben."
Unterdessen fordern Künstler und Politiker in einigen Ländern, wie etwa in Irland, den Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest. Die marokkanischstämmige kanadische Sängerin La Zarra, die Frankreich beim Eurovision Song Contest 2023 vertrat, forderte am 10. Januar ebenfalls den Ausschluss Israels vom Liederwettbewerb und erklärte: "Leider sind wir erneut mit einem Massaker, einem Völkermord am palästinensischen Volk sowie Angriffen im Westjordanland und im Libanon konfrontiert."
In Schweden sammelten am 10. Januar 1000 Personen, darunter Künstler und Vertreter der Musikindustrie, Unterschriften und forderten, dass "Israel vom Eurovision Song Contest ausgeschlossen wird". Die Künstler forderten, dass sich Schweden vom Wettbewerb zurückzieht, falls die Teilnahme Israels nicht verhindert wird.
Die linke Partei Podemos, die die linke Minderheitskoalitionsregierung in Spanien von außen unterstützt, forderte am 1. Januar in einer Erklärung den Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest aufgrund der Angriffe im Gazastreifen, bei denen keine Unterscheidung zwischen Zivilisten getroffen werde.