Polizeieinsatz in Saraçhane: 'Wir sind die Hoffnung dieses Landes'

Es wurde berichtet, dass die Polizei in Saraçhane mit einem Einsatz gegen die Menschenmenge begonnen hat, die sich dort versammelt hatte, um gegen die Inhaftierung des CHP-Präsidentschaftskandidaten und Bürgermeisters von Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, zu protestieren.

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Es wurde gemeldet, dass die Polizei gegen die in Saraçhane versammelte Menge mit Tränengas vorging. Auf den Bildern aus Saraçhane war zu sehen, wie Bürger, die von dem Tränengas betroffen waren, versuchten, im Gebäude der Stadtverwaltung von Istanbul (İBB) Schutz zu suchen.

Der Einsatz habe begonnen, nachdem der CHP-Vorsitzende Özgür Özel und der Bürgermeister von Ankara (ABB), Mansur Yavaş, den Platz verlassen hatten.

Laut einem Bericht von SZC TV wurden bei dem Polizeieinsatz einige Bürger verletzt. Auf den Aufnahmen war zu erkennen, dass die Menschen aufgrund des massiven Tränengaseinsatzes Schwierigkeiten beim Atmen hatten.

Innenminister Ali Yerlikaya hat bisher keine Erklärung zu dem Vorfall in Saraçhane abgegeben. Es wurde mitgeteilt, dass der CHP-Provinzvorsitzende von Istanbul, Özgür Çelik, ein Gespräch mit dem Gouverneur von Istanbul, Davut Gül, geführt habe. Es wurde bekannt gegeben, dass die Bürger aufgrund des starken Tränengases versuchten, in das Rathaus zu flüchten.

Yavaş soll sich im Rathaus von Saraçhane aufgehalten haben. Çelik forderte die Bürger auf, das Gebäude zu verlassen, da sich auch im Inneren des Rathauses eine hohe Konzentration an Tränengas befinde. Çelik verließ das Gebäude gemeinsam mit den Menschen, die dort Schutz gesucht hatten. Die verletzten Bürger wurden den Berichten zufolge in Sanitätszelten vor dem Rathaus erstversorgt.

Çelik äußerte sich empört über den Einsatz und erklärte:

''Sie haben den Bozdoğan als Vorwand benutzt, um hier einzugreifen. Drinnen gibt es Menschen mit Kopfverletzungen. Nur um diese Menge zu zerstreuen, haben sie die Polizei bis unmittelbar vor das Gebäude gebracht und Tränengas eingesetzt.

Sie glauben, dass sie diese Menge durch den Einsatz von Tränengas auflösen können. Sie irren sich. Wir haben unsere Sanitätsstation und unsere Zelte eingerichtet. Wenn sie glauben, dass sie diese Menge mit Gas vertreiben und sich hier festsetzen können, dann irren sie sich. Wir werden nicht zulassen, dass sie die Hoffnung dieses Landes auslöschen. Wir werden İmamoğlu aus dem Gefängnis holen und ihn dann zum Präsidenten machen. Wir sind die Hoffnung dieses Landes. Sie können uns hier nicht vertreiben.''