Polizeischutz für Ayşemden Akın aufgehoben
Der Polizeischutz der Journalistin Ayşemden Akın, die über Mafia- und Korruptionsfälle auf Zypern schreibt, wurde trotz zunehmender Drohungen nach der Hinrichtung von Cemil Önal zurückgezogen. Akın fragte, ob hinter der Entscheidung „der Zusammenbruch des Staates oder eine Sabotage von innen“ stecke.
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Der Polizeischutz der Journalistin Ayşemden Akın, die über Mafia, Bestechung und staatlich verknüpfte Korruption auf Zypern berichtet, wurde aufgehoben.
Nach der Hinrichtung von Cemil Önal, dem Buchhaltungsleiter und Zeugen wichtiger Anschuldigungen im Fall Halil Falyalı, wartete jeden Morgen ein Polizeifahrzeug vor Akıns Haus. Seit gestern wurde jedoch auch dieser Schutz zurückgezogen. Akın erklärte, sie hätten Kontakt zur Polizei aufgenommen und die Antwort erhalten: „Es wird morgens kein Fahrzeug mehr warten, die Patrouillen werden lediglich verstärkt.“
Die Journalistin gab den Rückschritt über ihren Social-Media-Account bekannt. Akın betonte, dass die Polizei zuvor gesagt habe: „Geben Sie Bescheid, wenn Sie das Haus verlassen, wir begleiten Sie bis zu Ihrem Ziel“, dies nun aber ebenfalls gestrichen wurde. Die neue Regelung laute nun: „Sagen Sie uns, wohin Sie gehen, wir schicken eine Patrouille dorthin.“
Nach der Aufhebung des Schutzes äußerte Akın ihre Besorgnis und stellte die Fragen: „Was bedeutet das? Wollen Sie mich zur Zielscheibe machen? Ist dieser Rückschritt der Polizei das Werk von Falyalı-Leuten im Inneren oder ist dies der Zusammenbruch eines Staates, der seine Bürger nicht schützen kann?“
Akın, die nach der Hinrichtung von Cemil Önal mit Drohungen konfrontiert war, erklärte, dass der Rückzug der Schutzmaßnahmen eine ernsthafte Sicherheitslücke darstelle.
INFORMATION
— Ayşemden Akın (@Aysemden) 7. Mai 2025
Cemil Önal, Zeuge der Anschuldigungen in der Artikelserie ‚Halil Falyalı lebt‘, wurde hingerichtet. Seit diesem Tag wartete jeden Morgen eine halbe Stunde lang ein Polizeifahrzeug vor unserem Haus. Zumindest fühlten wir uns ein Stück weit sicher, wenn wir unser Kind zur Schule brachten.
Heute wurde auch dieser Schutz…