Polonez-Arbeiter haben die Barrikaden durchbrochen und marschieren nach Ankara!

Die Polonez-Arbeiter, die seit Monaten für ihre Rechte kämpfen und ihre Proteste gestern vor das Justizgebäude in Kartal verlagert hatten, haben sich auf den Weg nach Ankara gemacht, um ihrem Anliegen mehr Gehör zu verschaffen. Nachdem sie die polizeiliche Blockade, die seit der Nacht andauerte, durchbrochen haben, bewegen sich die Arbeiter nun über die Küstenstraße in Richtung Ankara.

Hazal Güven

Hazal Güven - 12punto.com.tr

Der Kampf der Polonez-Arbeiter, die aufgrund schwerer Arbeitsbedingungen, Demütigungen und niedriger Löhne der Gewerkschaft Tekgıda-İş beigetreten waren und infolge der Entlassung von 146 Arbeitern in den Streik getreten sind, dauert seit Wochen an. 

Am 6. Dezember zogen die Arbeiter vom Polonez-Werk in Çatalca zum Justizgebäude von Çatalca, um ihren Widerstand nach Ankara zu tragen und die Behörden auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.

Nach den Behinderungen in Çatalca verlagerten die Polonez-Arbeiter ihre Proteste gestern vor das Anadolu-Justizpalast in Kartal und verbrachten die Nacht in der Kälte vor dem Gebäude. Der Versuch der Arbeiter, Zelte aufzuschlagen, wurde durch das Eingreifen der Polizei verhindert. Lebensmittel und Getränke der Arbeiter wurden während des harten Polizeieinsatzes auf den Boden geworfen. 

'WIR HABEN DIE BARRIKADEN DURCHBROCHEN, ES GIBT KEIN ZURÜCK!'

Die Polonez-Arbeiter, die entschlossen sind, ihr Anliegen in Ankara Gehör zu verschaffen, standen seit der Nacht unter polizeilicher Blockade. Doch heute Mittag gelang es den Arbeitern, die Polizeibarrikaden zu durchbrechen. Im Namen der Polonez-Arbeiter, die sich auf den Weg nach Ankara gemacht haben, gab Suat Karlıkaya, Organisationsspezialist der Gewerkschaft Tek Gıda-İş, gegenüber 12punto eine Erklärung ab. Karlıkaya sagte: "Der Weg ist frei, wir marschieren nach Ankara" und fügte hinzu: 

"Wie wir von Anfang an gesagt haben: Dies ist ein Marsch für verfassungsmäßige Rechte. Dies ist ein Marsch für Gerechtigkeit. Wir wollen, dass unsere Stimme in Ankara gehört wird, um das zu bekommen, was uns zusteht. Wir haben den Weg jetzt frei gemacht und die Polizeibarrikaden durchbrochen. Von diesem Kampf gibt es kein Zurück. Unser Marsch nach Ankara geht mit Begeisterung und Entschlossenheit weiter."