Präsident Erdoğan nennt Zahlen zum beendeten Handel mit Israel: Wir haben auf jährlich 9,5 Milliarden Dollar verzichtet

Der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan nahm in Katar am außerordentlichen Gipfeltreffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit und der Arabischen Liga teil. In seiner Rede betonte Erdoğan, dass Handelsanktionen gegen Israel verhängt werden müssten.

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der in Katar am außerordentlichen Gipfeltreffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit und der Arabischen Liga teilnahm, erklärte, dass Handelsanktionen gegen Israel umgesetzt werden müssten.

Erdoğan sagte: "Wir als Türkei haben seit 1,5 Jahren alle Handelsgeschäfte mit Israel eingestellt. Damit haben wir auf einen Betrag von jährlich 9,5 Milliarden Dollar verzichtet."

"WIR ALS TÜRKEI HABEN SEIT 1,5 JAHREN ALLE HANDELSGESCHÄFTE MIT ISRAEL EINGESTELLT"

Erdoğan erklärte, man wisse, dass Israel kurzfristig seine Besatzungs- und Destabilisierungspolitik im Gazastreifen beschleunigen werde, wenn es nicht mit einer starken Reaktion und Sanktionen konfrontiert werde, und fuhr fort:

"Es ist unerlässlich, dass wir in einigen Bereichen ein Niveau der Selbstversorgung erreichen. An erster Stelle stehen dabei eine abschreckende Verteidigungsindustrie und die Entwicklung. Ich möchte, dass Sie wissen, dass wir bereit sind, unsere Fähigkeiten und Erfahrungen mit Ihnen, unseren Brüdern, zu teilen.

Ich denke, dass wir unsere Zusammenarbeit in diesen Bereichen bereits jetzt intensivieren müssen, um die kommenden Jahrzehnte zu gewinnen. Ich glaube, dass Israel auch wirtschaftlich unter Druck gesetzt werden muss. Frühere Erfahrungen zeigen, dass solche Schritte Ergebnisse liefern. Wir als Türkei haben seit 1,5 Jahren alle Handelsgeschäfte mit Israel eingestellt.

Damit haben wir auf einen Betrag von jährlich 9,5 Milliarden Dollar verzichtet. Ich bin der Ansicht, dass die Unterstützung für das beim Internationalen Gerichtshof eingereichte Völkermordverfahren ebenfalls sehr wichtig ist. Ebenso müssen wir konkrete Schritte und Mechanismen umsetzen, mit denen wir die Sicherheit der Region gemeinsam gewährleisten können.

Ich glaube, dass es an diesem Punkt Möglichkeiten gibt, die im Rahmen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit realisiert werden können.

Wir werden unseren Kampf entschlossen fortsetzen, bis ein palästinensischer Staat mit geografischer Integrität auf der Grundlage der Grenzen von 1967 und mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt entsteht. In dieser heiligen Sache können wir weder Vertreibung noch Völkermord noch eine Spaltung akzeptieren."