Präsident und AKP-Vorsitzender Recep Tayyip Erdoğan sprach bei Kundgebung in Sakarya

Präsident und AKP-Vorsitzender Recep Tayyip Erdoğan wandte sich bei einer in Sakarya abgehaltenen Kundgebung an die Bevölkerung.

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Präsident und AKP-Vorsitzender Recep Tayyip Erdoğan äußerte sich bei einer Kundgebung, die von seiner Partei auf dem Demokratieplatz in Sakarya veranstaltet wurde.

Die Schwerpunkte in Erdoğans Rede waren wie folgt:

"Je mehr wir den heutigen Zustand des Bündnisses vor uns sehen, desto mehr sagen wir, dass die Türkei und das türkische Volk einen Schutzengel haben. Die Wahlen im Mai waren ein Wendepunkt.

Offiziellen Zahlen zufolge befinden sich derzeit 60.000 Menschen auf dem Platz. Das ist es, was Sakarya gebührt.

Die Bindungen zwischen uns und Sakarya können nur diejenigen sehen, die mit dem Auge des Herzens blicken. Ich bin gekommen, um mit euch in Sakarya, das jede Farbe unserer Herzensgeografie in sich trägt, die Sehnsucht zu stillen. Sakarya ist auch ein Garant dafür, dass wir zuversichtlich in die Zukunft blicken können.

Diese Stadt, die wie im Unabhängigkeitskrieg auch am 15. Juli den Verrätern keinen Durchlass gewährte, ist der strahlende Stern des Jahrhunderts der Türkei. Im Gegensatz zu jenen, die eine Zeit lang mit uns waren, dann aber ihren Weg änderten, hat Sakarya seine Richtung nie geändert.

Die zweitgrößte Partei des Landes ist mit internen Streitigkeiten beschäftigt. Sie haben ihren Vorsitzenden, den sie gestern noch als Präsidentschaftskandidaten für die Führung der Türkei präsentierten, übergangen. Es ist unklar, was aus denen wird, die sie als Vizepräsidenten herumgereicht haben. Auf die Unregelmäßigkeiten beim Parteitag folgten Kämpfe um die Kandidatenaufstellung. Sie sehen nichts außer ihrer eigenen persönlichen Karriere. So waren sie schon seit der Zeit der Einparteienherrschaft."

WORTE ZUR KOMMUNALWAHL

Unser Volk fordert am 31. März an der Wahlurne mit seiner Unterstützung nicht die Aufteilung politischer Pfründe, sondern die Umsetzung dieser Vision.

Sakarya ist das Herz der Türkei und der Region, in der sich die Türkei befindet. Um dieses Land einzunehmen, wurden sehr blutige Kriege geführt. Anatolien ist zugleich ein Friedhof der Zivilisationen. Auf diesem Boden wurden viele Staaten gegründet und gingen unter. Als türkisches Volk kämpfen wir seit Malazgirt für die Verteidigung dieses Bodens und geben unser Leben.

Vor einem Jahrhundert haben wir in Çanakkale und im Unabhängigkeitskrieg Hunderttausende Söhne des Vaterlandes geopfert und dieses Land gerettet. Seit 40 Jahren führen wir einen Kampf gegen die separatistische Terrororganisation, die es auf unsere Einheit, unsere Zusammengehörigkeit und unsere Brüderlichkeit abgesehen hat. Sie hat Zehntausende Menschen – Soldaten, Polizisten, Beamte, Dorfschützer, Alte und Junge – massakriert und uns entrissen. Dieses paradiesische Vaterland, dessen jeder Zentimeter mit dem Blut von Märtyrern getränkt ist, haben wir den Besatzern, Verrätern und Terroristen nicht überlassen.

Inzwischen gibt es im Inland keine Terrororganisationen mehr. Zuletzt wollten sie in unserem Süden eine Terrororganisation gründen. Mit unseren Operationen haben wir dieses Szenario durchkreuzt. Mit Drohnen (İHA), bewaffneten Drohnen (SİHA) und Akıncı-Drohnen haben wir sie vernichtet.

Nun haben wir zuletzt die Kaan vorgestellt. Wir werden diesen Kampf fortsetzen, bis der letzte Terrorist unschädlich gemacht ist. Wenn wir als Türkei und türkisches Volk in Frieden und Sicherheit auf diesem Boden leben wollen, ist klar, was wir zu tun haben. Wir werden eine starke Armee und eine starke Verteidigungsindustrie haben. Wir werden sie zu Wasser, in der Luft und zu Lande haben. Für die Türkei ist es eine Notwendigkeit, in jedem Bereich stark zu sein. Weder das Völkerrecht noch die Bündnisse, denen wir angehören, noch die UN können uns vor unseren Feinden schützen. Das Einzige, was uns schützen kann, ist unsere eigene Kraft, unsere eigene Stärke.

Wir erinnern uns an das, was vor 30 Jahren in Bosnien geschah. Unsere bosnischen Brüder wurden Opfer eines Völkermords. Die westlichen Staaten rührten keinen Finger. Im Irak wurden 2 Millionen Menschen massakriert. In Aserbaidschan blieb Karabach jahrelang besetzt. Es wurden viele Massaker verübt, allen voran in Chodschali. In Syrien wurden 1 Million Menschen getötet, 12 Millionen Menschen wurden zur Flucht gezwungen. Niemand unternahm einen Schritt.

In Gaza wurden 30.000 unschuldige Palästinenser als Märtyrer getötet. Weder der Westen noch der UN-Sicherheitsrat haben Anstrengungen unternommen, die israelische Brutalität zu stoppen. Der UN-Sicherheitsrat kann nicht einmal einen sofortigen Waffenstillstand in Israel fordern. Die westlichen Mächte unterstützen die besetzende israelische Armee weiterhin mit allen Arten von Waffen. Sollte uns morgen ein Unglück widerfahren, wäre das Bild, das wir vorfinden, nicht anders.

Als die Bedrohungen durch den IS und die PKK aus Syrien gegen unser Land zunahmen, bauten die Länder, die wir als Verbündete bezeichnen, ihre Luftverteidigungssysteme ab und nahmen sie mit. Sie hinderten uns sogar daran, Pistolen zu kaufen, obwohl wir heute zu den weltweit größten Herstellern gehören.

Dann begannen wir, sie selbst herzustellen, und jetzt wollen sie sie von uns. Der Besitz von Kaan, Akıncı, Anadolu, Anka, Fırtına-Haubitzen, Altay-Panzern und Raketensystemen ist für uns eine Frage des Überlebens.

Wer nicht den Stolz empfinden kann, dass wir eines der vier Länder weltweit sind, die ein Kampfflugzeug der 5. Generation bauen können, sollte seine Liebe zum Land und zum Volk hinterfragen.

Die Investitionen, die wir in den letzten 21 Jahren in den Verteidigungssektor getätigt haben, zahlen sich sowohl durch unsere Sicherheit als auch durch Exporte aus. Wir sind in der Lage geworden, nicht nur unseren eigenen Bedarf, sondern auch den befreundeter und brüderlicher Länder zu decken. Im vergangenen Jahr haben wir ein Rekordexportvolumen von 5,5 Milliarden Dollar erreicht.

Wenn die Türkei heute das Ziel einer regionalen und globalen Macht verfolgt, dann liegt das an den Werken und Diensten, die wir unserem Land in den letzten 21 Jahren erbracht haben. Jede Stadt, jeder Zentimeter Boden unseres Landes hat von diesen Investitionen profitiert.

In Sakarya haben wir Investitionen von über 183 Milliarden Lira getätigt."