Preisschock bei EspressoLab: 1 Euro im Kosovo, 95 TL in der Türkei!

Dass der türkische Kaffee von EspressoLab im Kosovo für 1 Euro verkauft wird, in der Türkei jedoch 95 TL kostet, hat in den sozialen Medien für großes Aufsehen gesorgt.

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EspressoLab ist aufgrund seiner Preispolitik in der Türkei in die Kritik der sozialen Medien geraten. Es fiel auf, dass ein türkischer Kaffee, der in der Filiale in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, für 1 Euro (etwa 43,65 TL) verkauft wird, in der Türkei 95 TL kostet. Dieser Preisunterschied löste unter Nutzern sozialer Medien eine breite Debatte aus.

Während die Preise für Espresso im Kosovo zwischen 1,30 und 1,50 Euro variieren, liegen diese in den türkischen Filialen bei etwa 115 TL, was rund 3,30 Euro entspricht.

DIE GRÜNDUNG VON ESPRESSOLAB

EspressoLab wurde von Esat Kocadağ unter dem Dach von Kocadağ Yatırım gegründet. Einer der Mitbegründer ist Emre Kocadağ, der Bruder von Esat Kocadağ. Das Unternehmen nahm seine Tätigkeit 2014 mit der ersten Filiale an der İstanbul Bilgi Üniversitesi auf. Heute verfügt es über insgesamt 336 Filialen in der Türkei und im Ausland.

ES GAB EINEN BOYKOTT

EspressoLab war in der Vergangenheit Teil eines Boykottaufrufs von Özgür Özel nach der Verurteilung des Bürgermeisters der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu. Zudem stand das Unternehmen aufgrund von Preiserhöhungen an der Boğaziçi Üniversitesi im Fokus von Studentenprotesten.

Es wurde behauptet, dass das Ethos Kafe, das auf dem Universitätscampus eröffnet wurde und wegen seiner hohen Preise auf Kritik stieß, mit EspressoLab in Verbindung steht.

Infolge der Studentenproteste erlaubte die Universitätsleitung dem Zemin Kafe wieder den Verkauf von Tee und Kaffee. Die Studenten erklärten jedoch, dass sie ihren Boykott fortsetzen würden, bis das Ethos Kafe schließt.

EspressoLab ist Teil von Kocadağ Yatırım und operiert zusammen mit Kocadağ İnşaat, Emirgan Sütiş und anderen verschiedenen Unternehmen.

Özgür Özel rief in einer Rede im Jahr 2025 zum Boykott von EspressoLab auf und erklärte: 'Wir werden EspressoLab auf dem Campus nicht besuchen, wir werden dort keinen Kaffee trinken.'