Privatsphäre-Regelung für das Tagesprogramm: Neuer Gesetzentwurf im Parlament

Die MHP-Abgeordnete Zuhal Karakoç hat dem türkischen Parlament (TBMM) einen neuen Gesetzentwurf vorgelegt, der sich gegen die Zurschaustellung des Privatlebens in den häufig kritisierten Tagesprogrammen und Nachrichtensendungen im Fernsehen richtet.

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Die MHP-Abgeordnete für Kahramanmaraş, Zuhal Karakoç, hat dem Türkischen Parlament einen Gesetzentwurf vorgelegt, der den Schutz der persönlichen Privatsphäre in Tagesprogrammen und Nachrichtensendungen zum Ziel hat.

Wie die Türkiye Gazetesi berichtet, fordert Karakoç in ihrem Entwurf, dass Informationen über das Familienleben, persönliche Daten, den Gesundheitszustand und die finanziellen Verhältnisse von Einzelpersonen nicht veröffentlicht werden dürfen, sofern kein eindeutiges öffentliches Interesse besteht.

Mit dem Entwurf soll verhindert werden, dass persönliche Informationen aus Gründen der Einschaltquoten oder zu Unterhaltungszwecken missbraucht werden. Zudem wurde betont, dass selbst eine Zustimmung der betroffenen Personen zu solchen Sendungen das Verbot nicht aufheben würde.

Karakoç begründete ihren Vorschlag wie folgt:

„Dass die sensibelsten Aspekte des Privat- und Familienlebens zum Gegenstand von Fernsehsendungen gemacht werden, führt dazu, dass diese zu einem Unterhaltungs- und Konsumgut degradiert werden. Mit diesem Gesetzentwurf soll verhindert werden, dass Elemente aus dem Privatleben, dem Familienleben, Gesundheitsdaten, wirtschaftliche und soziale Verhältnisse sowie ähnliche intime Bereiche zu Zwecken der Einschaltquoten, der Zurschaustellung oder der Unterhaltung genutzt werden.“