Prognose von US-Großbank zu Dollar und Inflation in der Türkei

Brendan McKenna, Internationaler Ökonom und Devisenstratege bei Wells Fargo, hat eine überdurchschnittliche Prognose für die Inflationserwartungen in der Türkei zum Jahresende abgegeben und zudem ein bemerkenswertes Niveau für das Dollar/Lira-Paar genannt.

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Brendan McKenna, Internationaler Ökonom und Devisenstratege bei Wells Fargo, bewertete die Inflationserwartungen für die Türkei zum Jahresende und gab eine Prognose für den Dollarkurs ab.

In einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber Safa Gümüş von CNBC-e erklärte McKenna, dass die Inflation zum Jahresende mit etwa 55 bis 60 Prozent deutlich über den offiziellen Erwartungen liegen werde.

'JAHRESENDINFLATION KÖNNTE BEI 55-60 PROZENT LIEGEN'

McKenna äußerte sich wie folgt: "Eine Inflation von 38 Prozent zum Jahresende erscheint mir ambitioniert. Ich hätte erwartet, dass die Zentralbank die Zinssätze bis Ende dieses Jahres auf dem aktuellen Niveau hält, aber eine Desinflation in diesem Ausmaß könnte selbst bei einem Leitzins von 50 Prozent nicht eintreten. Ich erwarte, dass die Inflation zum Jahresende bei etwa 55 bis 60 Prozent liegen wird."

McKenna erklärte, dass Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit der Türkei in den kommenden 12 bis 24 Monaten verbessern könnten, sofern das Land konsequent an einer 'rationalen' Wirtschaftspolitik festhält und die Glaubwürdigkeit der Institutionen zunimmt.

Der Wells Fargo-Stratege führte dazu aus: "Da sich der politische Rahmen der Türkei in eine orthodoxere Richtung bewegt und die Institutionen ihre Glaubwürdigkeit zurückgewinnen, erwarte ich in den nächsten 12 bis 24 Monaten weitere Heraufstufungen der Kreditwürdigkeit."

WAS PASSIERT MIT DEM DOLLAR ZUM JAHRESENDE?

McKenna bezifferte seine Erwartungen für das Dollar/Lira-Paar zum Jahresende auf 32,5 TL und teilte mit, dass die aktuellen Niveaus des Paares den Höchststand markieren und man davon ausgehe, dass sich die Lira bis zum Jahresende schrittweise erholen könnte.