Protest gegen Bergbauprojekt der Cengiz Holding in Eskişehir: Bürger bereiten sich auf Marsch vor
Bürger, die sich gegen das von der Cengiz Holding in Eskişehir geplante Gold- und Silberbergbauprojekt aussprechen, werden am 10. August einen Marsch organisieren, um gegen die Umweltschäden zu protestieren.
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Cengiz Holding, beziehungsweise deren Tochtergesellschaft Eti Bakır A.Ş., plant den Start eines Gold- und Silberbergbauprojekts in Eskişehir, das tausende Hektar Waldfläche zerstören würde.
Das Projekt hat aufgrund der zu erwartenden Umweltschäden für großen Unmut gesorgt. Die Bürger von Eskişehir, die sich gegen dieses Vorhaben stellen, werden sich am 10. August um 13.30 Uhr am Köprübaşı treffen, um in Richtung Yediler zu marschieren und dort eine Presseerklärung abzugeben.
Yener Çalışkan, einer der Provinzvertreter der zur KESK gehörenden Gewerkschaft der Beschäftigten in der Energie-, Industrie- und Bergbauwirtschaft (ESM), betonte, dass 20 Prozent der Bevölkerung in Eskişehir ihren Lebensunterhalt durch die Landwirtschaft bestreiten.
Çalışkan erklärte: „Dieses Bergbauprojekt wird sowohl landwirtschaftliche Flächen zerstören als auch die Wasserressourcen in der Region vergiften. Es ist inakzeptabel, ein solches Bergbauvorhaben in dieser Region durchzuführen, durch die auch der Fluss Sakarya fließt.“
DETAILS ZUM PROJEKT
Im Rahmen des Projekts ist geplant, nach der Rodung der Waldfläche das Gold- und Silbererz mittels Zyanid zu trennen. Laut dem Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) sollen für dieses Projekt, das auf einer Fläche von der Größe von 941 Fußballfeldern realisiert werden soll, 4,5 Milliarden TL investiert werden.
'ES WIRD NICHT NUR DIE UMWELT, SONDERN UNSERE ZUKUNFT ZERSTÖREN'
Sollte das Projekt umgesetzt werden, würden jährlich 4 Millionen Tonnen Erz abgebaut werden, wobei die natürliche Lebenswelt in der Region erheblichen Schaden nehmen würde. Yener Çalışkan rief alle Bürger zur Teilnahme an der Aktion auf und sagte: „Dieses Bergwerk wird nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Zukunft zerstören. Deshalb werden wir mit dem Marsch, den wir morgen durchführen, unserer Stimme Gehör verschaffen.“