Protest gegen Netanjahu bei der UN-Generalversammlung: Türkische Delegation verlässt den Saal
Der israelische Ministerpräsident Netanjahu erreichte das UN-Gebäude, während er von Protestierenden umgeben war. Als Netanjahu mit seiner Rede begann, verließen die türkische Delegation und zahlreiche weitere Delegationen unter Protest und Applaus den Saal.
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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach vor der 79. Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York. Die türkische Delegation und zahlreiche weitere Delegationen protestierten gegen Netanjahus Rede vor der Versammlung, indem sie den Saal verließen. Unter diesen Delegationen befand sich auch der Iran, den Netanjahu in seiner Rede ins Visier nahm.
Netanjahu betrat den Saal, um vor der UN-Generalversammlung zu sprechen, und begab sich zum Rednerpult. Unter der Führung des Ständigen Vertreters der Türkei bei der UN, Botschafter Ahmet Yıldız, verließ die türkische Delegation den Saal, noch bevor Netanjahu seine Rede vor der UN-Generalversammlung begann. Es war zu beobachten, dass sich zahlreiche weitere Delegationen der türkischen Delegation anschlossen und der Saal sich deutlich leerte. Während Netanjahu am Rednerpult stand, waren zudem einige Rufe aus dem Saal zu vernehmen.
'ISRAEL WILL FRIEDEN'
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, fanden bereits vor der Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu Proteste in New York statt. Netanjahu behauptete, sein Land, das seit Oktober 2023 Angriffe auf den Gazastreifen durchführt, 'kämpfe um sein Leben'. Er sagte, er habe ursprünglich nicht die Absicht gehabt, zur UN-Generalversammlung zu kommen, sei jedoch erschienen, um mögliche Missverständnisse auszuräumen, und behauptete, sein Land 'wolle Frieden'.
Netanjahu äußerte sich wie folgt: "Mein Land befindet sich im Krieg; es kämpft um sein Leben... Wir müssen uns gegen diese brutalen Mörder verteidigen. Unsere Feinde wollen uns vernichten; sie wollen unsere gemeinsame Zivilisation zerstören und uns alle in ein dunkles Zeitalter der Tyrannei und des Terrors zurückwerfen."
'ES GIBT KEINEN ORT, DEN ISRAEL NICHT ERREICHEN KANN'
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ging in seiner Rede auch auf den Iran ein. Er behauptete, Israel sei gezwungen, 'sich an den vom Iran organisierten Kriegsfronten zu verteidigen', und sagte in Richtung des Iran: "Wenn ihr uns angreift, werden wir euch angreifen." Netanjahu behauptete zudem, es gebe 'keinen Ort im Iran, den Israel nicht erreichen könne'.
"Es gibt keinen Ort im Iran, den der lange Arm Israels nicht erreichen kann. Das gilt auch für den gesamten Nahen Osten", behauptete Benjamin Netanjahu und fügte hinzu: "Ich habe noch eine weitere Botschaft für diese Versammlung und die Welt außerhalb dieses Saals: Wir gewinnen."
'WENN DIE HAMAS KAPITULIERT UND DIE WAFFEN NIEDERLEGT, KANN DER KRIEG ENDEN'
Der israelische Ministerpräsident erklärte, Israel werde alles in seiner Macht Stehende tun, um zu verhindern, dass der Iran über Atomwaffen verfüge. Er behauptete, 'falls die Hamas im Gazastreifen an der Macht bleibe, werde sie sich neu organisieren, bewaffnen und erneut Israel angreifen'. Netanjahu sagte, man sei bereit, 'eine lokale zivile Verwaltung zu unterstützen, die sich einem friedlichen Zusammenleben verpflichtet fühlt', und fügte hinzu: "Wenn die Hamas kapituliert, die Waffen niederlegt und die Geiseln freilässt, kann der Krieg enden."
In seiner Rede ging der israelische Ministerpräsident Netanjahu auch auf die Angriffe Israels auf den Libanon in der vergangenen Woche sowie auf die Hisbollah ein. Mit Verweis auf die Israelis, die aufgrund der gegenseitigen Angriffe aus dem Norden Israels evakuiert wurden, sagte er: "Wir werden nicht aufhören, bis unsere Bürger sicher in ihre Häuser zurückkehren können; wir werden nicht zulassen, dass sich eine Terrorarmee an unserer Nordgrenze festsetzt." Mit Bezug auf die Hisbollah sagte Benjamin Netanjahu "Genug ist genug" und fügte hinzu: "Solange die Hisbollah den Weg des Krieges wählt, hat Israel keine andere Wahl."