Protest mit „Leichentüchern“ in Kadıköy: Forderung nach Gerechtigkeit bei der Rente

Menschen, die sich durch die Rentenreform benachteiligt fühlen und Gerechtigkeit fordern, versammelten sich im Istanbuler Stadtteil Kadıköy. Die Vorsitzende des Vereins für Rentengerechtigkeit (EMADDER), Mihriban Uğurlu, erklärte: „Wer uns die Staffelung gibt, bekommt unsere Stimme.“

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Versicherte, die nach dem 8. September 1999 in das System eingetreten sind, nicht von der EYT-Regelung profitieren konnten und nun bis zum 58. Lebensjahr bei Frauen bzw. 60. Lebensjahr bei Männern auf die Rente warten müssen, versammelten sich am 

Kadıköy-Pier, um eine „gestaffelte Rente“ zu fordern.

In einer vom Verein für Rentengerechtigkeit (EMADDER) organisierten Presseerklärung sprach die Vorsitzende Mihriban Uğurlu über die Benachteiligung, die dadurch entsteht, dass das Renteneintrittsalter aufgrund eines einzigen Tages um 17 Jahre gestiegen ist, sowie über die Probleme im Arbeitsleben.

Uğurlu äußerte sich wie folgt:

„Was ist mehr: 43 Jahre oder 49 Jahre? Sind 5.000 Beitragstage mehr oder 8.500 Beitragstage?

Derzeit in der Türkei: Wer 43 Jahre alt ist und 5.000 Beitragstage hat, geht in Rente, während jemand mit 49 Jahren und 8.500 Beitragstagen noch 9 Jahre länger arbeiten muss.

Wer geht in Rente: der 43-Jährige oder der 49-Jährige?

Gibt es einen Akademiker, Bürokraten, SGK-Experten oder SGK-Inspektor, der diese Frage beantworten kann?“

An der Presseerklärung, bei der einige Demonstranten Leichentücher trugen und Schilder mit Aufschriften wie „Nein zur Rente im Grab“ und „Gestaffelte Rente, bevor wir das Leichentuch tragen“ hochhielten, nahmen auch der Istanbuler Provinzvorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP), Özgür Çelik, und der Bürgermeisterkandidat für Kadıköy, Mesut Kösedağı, teil.