Protest von Taxifahrern in Izmir nach Mord an Kollegen: „Wir fordern Fahrzeuge mit Schutzkabinen“

In Izmir haben Taxifahrer gegen die Ermordung ihres Kollegen Oğuz Erge protestiert, der von einem Fahrgast getötet wurde. Die Fahrer trugen Fotos von Erge sowie Schilder mit der Aufschrift: „Wir wollen nicht getötet werden, wir fordern Fahrzeuge mit Schutzkabinen“.

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Die vor dem Türkan-Saylan-Kulturzentrum versammelten Fahrer trugen Fotos von Erge sowie Schilder mit der Aufschrift „Wir wollen nicht getötet werden, wir fordern Fahrzeuge mit Schutzkabinen“.

Ali Çetin Taylan, der im Namen der Gruppe eine Erklärung abgab, sagte, dass Taxifahrer immer wieder mit Raubüberfällen und Mordfällen konfrontiert seien.

WIR WOHLEN KEINE ANGST, SONDERN SICHERHEIT

Taylan betonte, dass Taxis mit Sicherheitskabinen ausgestattet, Panikknöpfe aktiviert und Innenraumkameras zur Pflicht werden müssten. Er erklärte: „Die Kontrollen müssen verschärft und der Verkauf von Drogen sowie illegalen Waffen unterbunden werden. Zudem sollte die Gurtpflicht für unsere Kollegen in der Nachtschicht aufgehoben werden, da sie im Falle eines Angriffs die Bewegungsfreiheit einschränkt. Wir wollen nicht mehr mit Angst zur Arbeit gehen, sondern mit einem Gefühl der Sicherheit.“

Nach der Erklärung bildeten die Taxifahrer einen Konvoi und statteten der Familie von Erge einen Kondolenzbesuch ab.

WAS WAR PASSIERT?

Der Taxifahrer Oğuz Erge hatte am 31. Januar in Izmir den 19-jährigen Delil Aysal aufgenommen, der angab, nach Gaziemir fahren zu wollen. Aysal gab vom Rücksitz aus drei Schüsse mit einer Pistole auf Erge ab. Der Fahrer wurde dabei schwer verletzt und verstarb später im Krankenhaus.