Prozess gegen den Präsidenten der Anwaltskammer Istanbul und dessen Vorstand hat begonnen
Der Prozess gegen den Präsidenten der Anwaltskammer Istanbul, İbrahim Özden Kaboğlu, und dessen Vorstand mit dem Ziel der Amtsenthebung und der Wahl einer neuen Führung hat begonnen.
İHA
Der Prozess mit dem Ziel der Amtsenthebung des Präsidenten der Anwaltskammer Istanbul, İbrahim Özden Kaboğlu, sowie der Vorstandsmitglieder Rukiye Leyla Süren, Hürrem Sönmez, Ahmet Ergin, Metin İriz, Mehmedali Barış Beşli, Yelda Koçak Urfa, Fırat Epözdemir, Ezgi Şahin Yalvarıcı, Ekrem Bilen Selimoğlu und Bengisu Kadı Çavdar und der Wahl einer neuen Führung hat begonnen. Bei der Verhandlung vor dem 2. Zivilgericht erster Instanz in Istanbul waren einige der Beklagten, darunter İbrahim Özden Kaboğlu, gemeinsam mit ihren Anwälten anwesend.
Kaboğlu ergriff während der Verhandlung das Wort und erklärte: „Anwaltskammern agieren durch ihre Entscheidungsorgane, die durch eigene Wahlen bestimmt werden. Anwaltskammern sind die Wächter des Rechtsstaates. Wenn man verfassungsrechtliche Freiheiten im Hinblick auf ihre rechtliche Natur betrachtet, liegen Verstöße gegen die Verfassung vor. Berufliche Tätigkeiten erfordern die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen.“
Einige Anwälte der Beklagten beantragten vor Gericht die Vertagung der Vorverhandlung mit der Begründung, dass die Prozessvoraussetzungen noch nicht erfüllt seien, da man sich noch nicht in der Hauptverhandlungsphase befinde.
Das Gericht verkündete seinen Zwischenbeschluss und ordnete die Prüfung an, ob der Antrag auf Amtsenthebung des Vorstands der Anwaltskammer begründet ist. Da das Gericht aufgrund der Art des Falles die Parteien nicht zu einer gütlichen Einigung aufforderte, beschloss es, dass das inhaftierte Vorstandsmitglied Fırat Epözdemir zur nächsten Sitzung per SEGBİS zugeschaltet werden soll. Das Gericht nahm den Antrag des Türkischen Anwaltsverbandes auf Nebenintervention an, wies die Anträge anderer Parteien zurück und vertagte die Verhandlung auf den 21. März.