Räumung der Messie-Wohnung hat begonnen

In Avcılar, Istanbul, wurden die Räumungsarbeiten in vier Wohnungen derselben Familie, die sich aufgrund angesammelter Abfälle als unbewohnbar erwiesen hatten, nach einer gerichtlichen Unterbrechung wieder aufgenommen. Zwischen der Eigentümerin und ihren Nachbarn kam es zu Auseinandersetzungen.

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In Istanbul-Avcılar sorgte der Umstand, dass Yıldız Yetgin, Bewohnerin eines vierstöckigen Gebäudes im Stadtteil Mustafa Kemal Paşa, zwei der vier Wohnungen ihrer Familie mit Müll und Abfällen gefüllt haben soll, für Unmut bei den Nachbarn. Nachdem sich die Bewohner des Hauses aufgrund der starken Geruchsbelästigung an die Staatsanwaltschaft gewandt hatten, wurden die zuständigen Behörden aktiv.

Am 16. April führten das Gesundheitsamt des Bezirks Avcılar, das Landwirtschafts- und Ernährungsministerium, kommunale Behörden sowie Polizeikräfte eine Inspektion des Gebäudes durch. Bei den mit Unterstützung der Feuerwehr durchgeführten Kontrollen wurden insbesondere in zwei Wohnungen große Mengen an Müll, Kartons und alten Gegenständen festgestellt. Während eines etwa fünfstündigen Einsatzes der Reinigungsteams wurden drei LKW-Ladungen Abfall aus den Wohnungen entfernt und zu einer dafür vorgesehenen Stelle gebracht.

Während der laufenden Arbeiten stoppte ein Gericht die Räumung vorübergehend aufgrund eines Einspruchs der Eigentümerin Yıldız Yetgin. Infolgedessen konnte die Räumung der Abfälle in einer weiteren betroffenen Wohnung zunächst nicht fortgesetzt werden. Nach der Annahme eines neuen Einspruchs in diesem Verfahren wurde jedoch beschlossen, die Räumung der vermüllten Wohnungen fortzusetzen.

Während des Einsatzes forderte die Wohnungseigentümerin Yetgin, dass die Arbeiten in Begleitung einer Polizistin durchgeführt werden, und äußerte ihre Sorge, dass ihre persönlichen Gegenstände entsorgt werden könnten. Die Nachbarn betonten hingegen, dass sich ihre Forderungen nicht gegen die Person selbst, sondern gegen die mangelnde Hygiene und die Störung des Hausfriedens richteten; sie berichteten von Ratten im Gebäude sowie von schlechten Gerüchen und Abfällen, die ihr Leben beeinträchtigten.

Yıldız Yetgin, die behauptete, Schwierigkeiten bei der Unterbringung ihrer Mieter zu haben und dass ihre Aussteuer entsorgt worden sei, sagte: „Sogar meine Mieter sind zu Schaden gekommen, meine Tür wurde aufgebrochen. Da ich eine Frau bin, fühle ich mich unter Druck gesetzt und überlege sogar, in eine andere Wohnung zu ziehen.“

Während eine fünftägige Frist zur Abholung verpackter Kartons und Säcke aus einer der Wohnungen läuft, wurden in den anderen Wohnungen vorerst keine weiteren Müllansammlungen festgestellt.

Nachbarn berichteten zudem, dass sie in der Vergangenheit Lastwagen gesehen hätten, die mit Müll und Materialien beladen aus dem Haus wegfuhren. Die endgültige Klärung der Situation hängt von einer gerichtlichen Entscheidung ab, die in den kommenden Tagen erwartet wird.