Razzia bei Geflügelunternehmen sorgt für Unruhe in der AKP: 'Der Skandal wäre noch größer geworden'

Die Razzien bei Geflügelunternehmen und die Einsetzung von Zwangsverwaltern bei einigen Firmen sind auch in den Kulissen der AKP zum Diskussionsthema geworden. Es heißt, dass innerhalb der Partei die bei den Operationen angewandten Methoden kritisiert werden und einige Stimmen behaupten, dass eine Ausweitung des Prozesses zu einer größeren Krise in letzter Minute verhindert wurde. Zudem wurde berichtet, dass die Reaktionen von Gewerbetreibenden und Geschäftsinhabern aufgrund der wirtschaftlichen Lage in Parteikreisen thematisiert werden.

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Die Nefes-Autorin Nuray Babacan schrieb in ihrer Kolumne, dass in den Kulissen der AKP Unmut über die Razzien bei Geflügelunternehmen geäußert wurde. Babacan erklärte, dass einige Parteimitglieder die Ansicht verträten, bei den Operationen sei unverhältnismäßige Gewalt angewendet worden, während Gewerbetreibende und Geschäftsinhaber ihre Reaktionen aufgrund steigender Kosten und der Steuerlast an die Politiker weiterleiteten. In dem Artikel wurde zum Ausdruck gebracht, dass sich die Unzufriedenheit verschiedener Bevölkerungsgruppen, von Erzeugern bis hin zu Landwirten, über die wirtschaftlichen Bedingungen in den Kulissen widerspiegele.

In Babacans Artikel heißt es dazu:

"(...)

Die Stimmung in den AKP-Kulissen ist unangenehm. Von Kritik an der unverhältnismäßigen Gewaltanwendung bei der Razzia gegen die Geflügelproduzenten bis hin zu Stimmen, die sagen: „Wären unsere Leute nicht eingeschritten, wäre der Skandal noch größer geworden“, ist alles dabei.

Es werden Eindrücke über die zunehmenden Beschwerden geschildert, die nicht nur von Lebensmittelproduzenten, sondern auch von Gewerbetreibenden bis hin zu Restaurantbesitzern kommen.

„Der Besitzer einer Restaurantkette, die für ihre Nähe zur AKP bekannt ist, sagte: ‚Von mir gibt es keine Stimmen mehr für euch.‘ Sein Problem sind die Steuern. Er hat drei Restaurants und beschäftigt 235 Mitarbeiter. Er erzählte, dass er nachts um drei Uhr nach Hause gehe und in aller Herrgottsfrühe aufstehe, dass sein Verdienst aufgrund der hohen Kosten um die Hälfte gesunken sei und der Staat davon wiederum die Hälfte als Steuer einnehme. Ich habe ihn zum ersten Mal so wütend gesehen…“, so die Worte eines AKP-Politikers.

Der Gewerbetreibende beschwert sich über die Steuern, die er an den Staat zahlt, der regelkonforme Produzent über diejenigen, die auf das schnelle Geld aus sind, und der Landwirt über die Wucherer, die für sein Produkt einen Spottpreis zahlen und das Zehnfache daran verdienen.

Und dann verabschieden wir ein Gesetz zur Absicherung von ausländischem Kapital und erwarten, dass es in diesen gesetzlosen Dschungel investiert!"