Razzia in Ankara: 209 Personen vor NATO-Gipfel festgenommen
Im Rahmen der Sicherheitsvorkehrungen vor dem NATO-Gipfel in Ankara wurden in den Morgenstunden Razzien an zahlreichen Adressen durchgeführt. Die Generalstaatsanwaltschaft Ankara gab bekannt, dass im Zuge von Ermittlungen gegen verschiedene Organisationen Haftbefehle gegen insgesamt 241 Personen erlassen wurden, von denen 209 festgenommen wurden.
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Nachdem das Gouverneursamt Ankara aufgrund des NATO-Gipfels Verbote erlassen hatte, wurden in den frühen Morgenstunden im gesamten Stadtgebiet Polizeirazzien an zahlreichen Adressen durchgeführt.
Im Rahmen der Operationen wurden zahlreiche Personen festgenommen, die Berichten zufolge in verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Strukturen aktiv waren.
ANWALTSBESCHRÄNKUNG FÜR FESTGENOMMENE
Es wurde mitgeteilt, dass für die festgenommenen Personen eine 24-stündige Beschränkung für Treffen mit Anwälten verhängt wurde.
ERKLÄRUNG DER GENERALSTAATSANWALTSCHAFT
In einer Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft Ankara wurde mitgeteilt, dass die Haftbefehle im Rahmen von Ermittlungen zur Aufdeckung der Aktivitäten terroristischer Organisationen im ganzen Land erlassen wurden.
In der Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft heißt es:
„Im Rahmen der unter Koordination unserer Generalstaatsanwaltschaft durchgeführten Arbeiten zur Entschlüsselung der Aktionen und Aktivitäten terroristischer Organisationen im ganzen Land; infolge der Arbeiten der Abteilung zur Terrorismusbekämpfung der Polizeidirektion Ankara: 30 Verdächtige mit Bezug zur Terrororganisation IS, 23 mit Bezug zur DSİH, 22 mit Bezug zur TKP/ML, 20 mit Bezug zur TKİP, 16 mit Bezug zur MLKP, 16 mit Bezug zur DKP/BÖG, 12 mit Bezug zur Terrororganisation DHKP/C und 9 mit Bezug zur Terrororganisation THKP/C, insgesamt 148 Verdächtige; infolge der Arbeiten der Abteilung zur Terrorismusbekämpfung des Gendarmeriekommandos der Provinz Ankara: 44 Verdächtige mit Bezug zur Terrororganisation TPK/ML, 26 mit Bezug zur Terrororganisation IS, 23 mit Bezug zu DHKP-C – MLKP, insgesamt 93 Verdächtige; wurden gegen insgesamt 241 Verdächtige Haftbefehle erlassen, von denen 209 Personen festgenommen wurden.“