Reaktion der Lehrerin der Kinder des Angreifers von Özgür Özel: Wer hat diese Kreatur freigelassen?
Gülşen Yazgül, die Lehrerin der Kinder, die von Selçuk T. (66) ermordet wurden – dem Mann, der den Vorsitzenden der Republikanischen Volkspartei (CHP), Özgür Özel, angriff –, äußerte sich auf ihrem Social-Media-Account zu den Ereignissen vor 21 Jahren und kritisierte den Kindermörder scharf.
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Nachdem Selçuk T. beim Verlassen der Trauerfeier für Sırrı Süreyya Önder einen Faustschlag gegen den CHP-Vorsitzenden Özgür Özel verübt hatte, sind die grausamen Morde, die er im Jahr 2004 begangen hatte, erneut in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die Vergangenheit von Selçuk T., der im Stadtviertel Çay im Landkreis İskenderun (Provinz Hatay) seine Tochter M.T. (15) und seinen Sohn B.T. (17) ermordete sowie seine Tochter G.T. (11) schwer verletzte, hat in der Öffentlichkeit für große Empörung gesorgt. Gülşen Yazgül, die damals stellvertretende Schulleiterin der Schule der Kinder war, schilderte in einem Social-Media-Beitrag die Not, die die Kinder vor den Morden durchlebten.
KINDER BERICHTETEN VON FOLTER
Yazgül, die angab, damals an der Şemsettin-Mursaloğlu-Oberschule tätig gewesen zu sein, erklärte: „Die ältere Tochter kam eines Tages in mein Büro und wollte mit mir sprechen. Die Perücke auf ihrem Kopf fiel mir auf. Ich schloss die Tür und fragte nach. Sie nahm die Perücke ab; ihre Haare waren kahl geschoren. Dann rief sie ihren Bruder dazu, auch er hatte keine Haare mehr. Sie erzählten von den Folterungen ihres Vaters, den Misshandlungen an ihren Körpern und von sexuellem Missbrauch.“
"ER WURDE FREIGELASSEN"
Yazgül berichtete, sie habe den Schulleiter informiert und die Polizei eingeschaltet: „Vier Polizisten kamen, wir riefen den Vater. Als er in die Schule kam, wirkte er wie ein absoluter Soziopath; er versuchte, unseren Schulleiter anzugreifen. Die Polizisten konnten ihn nur mit Mühe aufhalten. Doch zwei Tage später wurde er wieder freigelassen. In derselben Nacht tötete er seinen älteren und seinen jüngeren Sohn und verletzte seine Tochter schwer. Unsere ältere Schülerin sprang aus dem Balkon, um zu entkommen, und brach sich dabei das Rückgrat.“
"WER HAT DIESE KREATUR FREIGELASSEN?"
Yazgül betonte, ihr Vertrauen in die Justiz sei erschüttert: „Er war zu lebenslanger Haft verurteilt worden, wurde aber freigelassen. Wer hat diese Kreatur wieder auf freien Fuß gesetzt? Damals lebten mein Schulleiter und ich lange Zeit in Angst. Auch seine Ehefrau war nicht wegen Armut geflohen, sondern vor der Folter. Mögen diese Kinder in Frieden ruhen.“